Lexikon-Eintrag

Erbsenblattlaus Acyrthosiphon pisum

Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Mittleres Risiko

Klassifikation

Taxonomie

Akzeptierter Name
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie
Aphididae
Gattung
Acyrthosiphon
Art
Acyrthosiphon pisum

Wissenschaftlicher Name Acyrthosiphon pisum (Harris, 1776)

Überblick

Einleitung

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) ist eine Insektenart aus der Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae) innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera). Sie gilt als weltweiter Schädling an verschiedenen Nutzpflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) wie Erbsen, Ackerbohnen und Klee, an denen sie durch das Saugen am Phloem und die Übertragung von Pflanzenviren Schäden verursacht. Ursprünglich in der Paläarktis beheimatet, ist die Art mittlerweile nahezu kosmoglobal verbreitet.

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die vollständige Nukleotidsequenz des Erbguts der Erbsenlaus wurde im Jahr 2010 entschlüsselt, womit sie das erste vollständig sequenzierte hemimetabole Insekt aus der Gruppe der Schnabelkerfe ist.
  • Aufgrund ihrer genetischen Besonderheiten und der Fähigkeit, unterschiedliche Phänotypen auf Basis desselben Genoms hervorzubringen, dient die Art als potenzieller biologischer Modellorganismus.
  • Die rötliche Farbvariante der Blattläuse kann epigenetisch an nachfolgende Generationen weitergegeben oder umgewandelt werden.
  • Am Hinterende erwachsener Tiere befindet sich eine lange Cauda mit sechs Haaren, die beim Absondern des Honigtaus behilflich ist.
  • Jungtiere (Nymphen) verfügen noch über keine Cauda und müssen den ausgeschiedenen Honigtau stattdessen mit den Hinterbeinen abstreifen.
  • Die Siphunculi sitzen auf konischen Skelettelementen am Abdomen der Tiere.
  • Die Art geht Symbiosen mit Bakterien der Arten Buchnera aphidicola und Regiella insecticola ein, die in speziellen Zellen namens Bakteriozyten leben und dort beim Um- oder Aufbau von Zuckermolekülen helfen.3

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die erwachsenen Tiere der Art Acyrthosiphon pisum erreichen eine Körperlänge von bis zu 3 mm. Sie zeigen eine blass gelblich bis hellgrüne Grundfärbung. Neben der grünen Form existiert eine rötliche Farbvariante, die durch erhöhte Temperaturen erzeugt wird. Die roten Augen bilden einen auffälligen Kontrast zum restlichen Kopf. Die beiden Antennen erreichen eine Länge, die dem gesamten Körper entspricht. Dabei sind die distalen Glieder der Antennen ebenso wie die der Beine braun gefärbt. Als Vertreter der Röhrenblattläuse besitzen sie stechend-saugende Mundwerkzeuge, die das Eindringen in die Leitbündel der Wirtspflanzen ermöglichen. Am hinteren Körperende sitzen die röhrenförmigen Siphunculi auf konischen Skelettelementen. Die Cauda der erwachsenen Tiere ist lang ausgeprägt und trägt sechs Haare. Die Nymphen ähneln den adulten Tieren in ihrer Gestalt weitgehend, besitzen jedoch noch keine Cauda. Aufgrund dieses Fehlens müssen die Nymphen den Honigtau mechanisch mit den Hinterbeinen abstreifen.1

Porträt

Beschreibung

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) ist eine weltweit verbreitete Röhrenblattlaus aus der Familie der Aphididae, die als spezialisierter Schädling an verschiedenen Schmetterlingsblütlern auftritt. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre blass gelbliche bis hellgrüne Grundfärbung sowie rote Augen auf, wobei erhöhte Temperaturen eine rötliche Farbvariante erzeugen können. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 3 mm und besitzen körperlange Antennen mit braunen distalen Gliedern. Anatomisch zeichnet sich die Art durch stechend-saugende Mundwerkzeuge aus, mit denen sie in die Phloem-Leitbündel von Wirtspflanzen wie Erbsen, Ackerbohnen und Luzernen eindringt. Am Hinterende befinden sich röhrenförmige Siphunculi auf konischen Skelettelementen sowie eine lange Cauda mit sechs Haaren, die der Ausscheidung von zuckerhaltigem Honigtau dient. Im Gegensatz zu den adulten Tieren fehlt den Nymphen eine ausgebildete Cauda, weshalb sie überschüssigen Honigtau mechanisch mit den Hinterbeinen abstreifen müssen. Der Lebenszyklus umfasst sowohl geflügelte als auch ungeflügelte Morphen, wobei sich die parthenogenetischen Weibchen vivipar vermehren und genetisch identische Larven lebend gebären. Bei kürzeren Tagen im Herbst werden geschlechtliche Weibchen und Männchen induziert, nach deren Paarung befruchtete Dauereier für die Überwinterung abgelegt werden. Das artspezifische Verhaltensrepertoire beinhaltet eine ausgeprägte Fallreaktion bei mechanischen Reizen oder Alarmpheromonen, bei der sich die Tiere durch eine bogenförmige Haltung der Fühler und Hinterbeine gezielt auf die Beine fallen lassen. Zusätzliche physiologische Stabilität erhält die Art durch obligatorische und fakultative Endosymbionten wie Buchnera aphidicola und Regiella insecticola, die in speziellen Bakteriozyten lokalisiert sind und essenzielle Nährstoffsynthesen übernehmen.1

Systematik

Name & Einordnung

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) wurde im Jahr 1776 von Moses Harris wissenschaftlich beschrieben. Ursprünglich wurde die Art in die Gattung Aphis eingeordnet, wie historische Nachweise wie Aphis pisi (Kaltenbach) belegen. Im Zuge taxonomischer Revisionen erfolgte die Überführung in die Gattung Acyrthosiphon. Als gültiger wissenschaftlicher Name ist heute Acyrthosiphon pisum (Harris, 1776) etabliert. Im deutschen Sprachraum sind neben der offiziellen Bezeichnung Erbsenblattlaus auch die Trivialnamen Erbsenlaus gebräuchlich. International wird die Art im Englischen als pea aphid bezeichnet. Belastbare historische Details zur genauen Etymologie der Gattungs- und Artbezeichnungen fehlen in der direkten Literaturbasis weitgehend, wobei sich das Artepitheton pisum auf die Hauptwirtspflanze der Gattung Pisum bezieht. Frühere Zuordnungen zu anderen Familien als den Röhrenblattläusen (Aphididae) sind nicht dokumentiert. Synonyme und alte Kombinationen spiegeln sich vor allem in historischen Zuordnungen zur Sammelgattung Aphis wider. Die Art ist weltweit verbreitet und wird in verschiedenen regionalen Faunenlisten geführt.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) durchläuft einen komplexen Lebenszyklus mit jahreszeitlich wechselnden Fortpflanzungsstrategien. Während der Vegetationsperiode vermehren sich die Tiere parthenogenetisch, wobei ungeflügelte oder geflügelte Weibchen lebende, genetisch identische Larven zur Welt bringen. Sinkende Tageslängen im Herbst induzieren die Bildung geschlechtlicher Männchen und Weibchen. Nach der Paarung legen diese befruchtete Eier ab, die als Überdauerungsstadium den Winter überstehen und im Frühjahr die nächste Generation parthenogenetischer Weibchen hervorbringen. Die Entwicklung der Nachkommen erfolgt über Nymphenstadien, die morphologisch den adulten Tieren ähneln, jedoch noch keine Cauda besitzen. Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 3 mm. Eine rötliche Farbvariante der ansonsten blass gelblich bis hellgrünen Tiere wird durch erhöhte Temperaturen erzeugt. Als obligate Phloemsauger ernähren sich sowohl die Nymphen als auch die adulten Erbsenblattläuse mithilfe stechend-saugender Mundwerkzeuge von den Assimilaten verschiedener Wirtspflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Zu den wichtigsten Wirtspflanzen zählen Nutzpflanzen wie Erbsen, Ackerbohnen, Luzernen und Klee. Den überschüssigen Zucker der Pflanzensäfte scheiden die Tiere als zuckerhaltigen Honigtau aus, wobei Nymphen diesen mit den Hinterbeinen abstreifen müssen. Für den lebenswichtigen Auf- und Umbau von Nährstoffen beherbergt die Art primäre Endosymbionten der Gattung Buchnera aphidicola sowie sekundäre Symbionten wie Regiella insecticola in spezialisierten Zellen, den Bakteriozyten, welche bereits über die Eier an die Nachkommenschaft weitergegeben werden. Als Mortalitätsfaktor wirken unter anderem Fressfeinde wie Schwebfliegenlarven der Art Syrphus corollae, deren Anwesenheit bei den Blattläusen eine artspezifische Fallreaktion auslöst.1 Belastbare quantitative Daten zur genauen Entwicklungsdauer bei verschiedenen Temperaturen oder zur exakten Generationsdauer der Adulten fehlen in der aktuellen Datenlage.

Lebensweise

Verhalten

Acyrthosiphon pisum zeigt bei Gefahr eine charakteristische Fallreaktion, bei der sich die Tiere zu Boden fallen lassen. Dabei landen sie in mehr als 95 % der Fälle auf den Beinen, was durch eine passive, spezielle Körperhaltung mit bogenförmig nach oben ausgestreckten Fühlern und Hinterbeinen erreicht wird. Diese Reaktion erhöht die Chance, auf tieferen Blättern Halt zu finden oder am Boden schneller eine Wirtspflanze zu erreichen. Ausgelöst wird die Fallreaktion durch mechanische Reize wie Erschütterungen der Pflanzenteile sowie durch chemische Signale. Konkret geben die Tiere bei Gefahr ein Sekret aus den Siphonen ab, das Alarmpheromone und ein Abwehrsekret enthält und als Signal für Artgenossen dient. Zusätzlich führt die Anwesenheit von Fressfeinden wie Schwebfliegenlarven der Art Syrphus corollae ebenfalls zu einer Fluchtreaktion der Erbsenläuse. Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch das Eindringen in die Leitbündel von Wirtspflanzen mittels stechend-saugender Mundwerkzeuge, wobei gezielt das Phloem angezapft wird. Überschüssige Assimilate scheiden die Tiere als zuckerhaltigen Honigtau aus, den erwachsene Exemplare mithilfe einer langen Cauda abgeben, während Nymphen diesen mit den Hinterbeinen abstreifen müssen.1

Lebensweise

Ökologie

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) ist ein phytophager Schädling, der sich spezialisiert von den Pflanzensäften verschiedener Schmetterlingsblütler ernährt. Sie nutzt ihre stechend-saugenden Mundwerkzeuge, um in das Phloem von Wirtspflanzen wie Erbsen, Ackerbohnen, Luzernen und Klee einzudringen und dort Nährstoffe zu entziehen. Neben dem reinen Entzug von Aufbaustoffen schädigt die Art ihre Wirtspflanzen durch die Übertragung verschiedener Viren, die Mosaik- und Blattrollsymptome auslösen können. Zusätzlich scheidet sie zuckerhaltigen Honigtau aus, der rasch von Rußtaupilzen besiedelt wird und dadurch die Photosyntheseleistung der Wirtspflanzen behindert. Das Spektrum der Wirtspflanzen umfasst neben heimischen Arten auch tropische und subtropische Nutzpflanzen wie Straucherbsen oder Bockshornklee. Bei Gefahr zeigt die Art eine spezifische Fluchtreaktion, bei der sie sich zu Boden fallen lässt und durch eine spezielle Körperhaltung mit bogenförmig nach oben gestreckten Fühlen und Hinterbeinen meist auf den Beinen landet. Diese Fallreaktion wird sowohl durch mechanische Erschütterungen als auch durch Alarmpheromone ausgelöst, die zusammen mit einem Abwehrsekret abgegeben werden. Auch die Anwesenheit von Fressfeinden wie Schwebfliegenlarven der Art Syrphus corollae induziert diese Fallreaktion bei den Erbsenblattläusen. Innerhalb ihres Körpers lebt die Erbsenblattlaus in obligater Symbiose mit Bakterien der Arten Buchnera aphidicola und Regiella insecticola, die in speziellen Bakteriozyten lokalisiert sind und wichtige Aufgaben beim Umbau von Zuckermolekülen und Aminosäuren übernehmen.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) besitzt ein ursprünglich paläarktisches Verbreitungsgebiet, hat sich im Zuge der menschlichen Landwirtschaft jedoch nahezu weltweit ausgebreitet.1 Die Art besiedelt heute dank des globalen Anbaus ihrer Wirtspflanzen terrestrische Habitate in verschiedensten Klimazonen, wobei sie weltweit fast kosmopolitisch vorkommt.12 In Europa und der DACH-Region ist die Art flächendeckend verbreitet und eng mit dem Vorkommen ihrer Wirtspflanzen verknüpft. Die Ausbreitung wird maßgeblich durch die Kultivierung von Hülsenfrüchtlern begünstigt, wodurch die Blattlaus auch in subtropischen und tropischen Regionen heimische Habitate besiedelt. Zu den natürlichen und agrarischen Lebensräumen zählen offene Kulturlandschaften sowie Wiesen, auf denen Schmetterlingsblütler wachsen. Als charakteristische Wirtspflanzen dienen sowohl in Mitteleuropa heimische Arten wie Erbsen (Pisum sativum), Ackerbohnen, Linsen und Kleearten als auch tropische und subtropische Nutzpflanzen wie Straucherbsen oder Bockshornklee.1 Darüber hinaus umfasst das Spektrum der Nahrungspflanzen verschiedene Wildpflanzen aus der Familie der Fabaceae, darunter Arten der Gattungen Medicago und Melilotus.2 Belastbare Daten zu einer spezifischen Vertikalverbreitung oder Besiedlung von Gebäuden fehlen für Acyrthosiphon pisum, da die Art strikt an ihre oberirdischen Wirtspflanzen gebunden ist.12 Aggregierte Beobachtungsdaten belegen ein stabiles Vorkommen in zahlreichen Provinzen und Regionen weltweit, von Europa über den Nahen Osten bis nach Südasien.2

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Germany

    28.05.2025

  • Berliner Innenstadt, Berlin, Deutschland

    25.04.2025

  • Rheinland-Pfalz, Deutschland

    13.11.2024

  • Deutschland

    18.09.2024

  • Berliner Innenstadt, Berlin, Germany

    24.05.2024

Daten: iNaturalist

Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivität von Acyrthosiphon pisum ist eng an den Jahresverlauf und die Verfügbarkeit von Wirtspflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler angepasst. Im Frühjahr schlüpfen aus den überwinterten, befruchteten Eiern zunächst ungeflügelte parthenogenetische Weibchen, die als Stammmütten die erste Generation bilden. Im weiteren Verlauf des Jahres vermehrt sich die Art parthenogenetisch und bringt lebend geborene Larven hervor, wobei sowohl geflügelte als auch ungeflügelte Morphen auftreten. Die Ausbildung geflügelter Formen ermöglicht dabei die Besiedlung neuer Wirtspflanzen während der Hauptvegetationsperiode. Mit kürzer werdenden Tagen im Herbst wird die sexuelle Fortpflanzung induziert, wodurch Männchen und geschlechtliche Weibchen entstehen. Nach erfolgter Paarung werden die resistenten Dauereier abgelegt, die als Überwinterungsstadium dienen.1 Das öffentliche Suchinteresse in Deutschland zeigt jährliche Peaks im März, was mit dem frühlingsehaften Erscheinen der ersten Generationen korreliert, sowie im November im Zuge der Einleitung der Überwinterungsphase. Belastbare quantitative Daten zur exakten Generationsanzahl pro Jahr sowie spezifische Temperaturschwellenwerte für die Aktivität fehlen in der primären Literatur für die meisten mitteleuropäischen Populationen weitgehend.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) ist ein bedeutsamer Schädling an verschiedenen Nutzpflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler wie Erbsen, Ackerbohnen, Luzernen und Klee. Durch ihre stechend-saugenden Mundwerkzeuge dringen die Tiere in die Leitbündel der Pflanzen ein und ernähren sich vom Phloemsaft. Das Schadpotenzial ergibt sich neben dem direkten Entzug wichtiger Aufbaustoffe vor allem durch die Übertragung verschiedener viralen Infektionen, darunter Viren, die Mosaik- und Blattrollsymptome auslösen. Zudem scheiden die Insekten zuckerhaltigen Honigtau aus, auf dem sich rasch Rußtaupilze ansiedeln, welche die Photosynthese der Wirtspflanzen behindern.1 Zu den Befallsanzeichen zählen deformierte Pflanzenteile sowie der sichtbare Honigtaubelag. Belastbare Daten zu spezifischen physikalischen oder chemischen Bekämpfungsmaßnahmen sowie gesetzlichen Regelungen fehlen in der aktuellen Quellenlage für diesen Kontext.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) gilt als bedeutender Schädling an verschiedenen Nutzpflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler, darunter Erbsen, Ackerbohnen, Luzernen und Klee. Durch ihre weltweite Verbreitung infolge der Kultivierung ihrer Wirtspflanzen befällt sie sowohl heimische als auch tropische und subtropische Leguminosen. Die Schädigung erfolgt primär durch das Anstechen des Phloems, wodurch den Pflanzen wichtige Nährstoffe und Assimilate entzogen werden. Neben dem direkten Entzug von Aufbaustoffen fungiert die Art als Vektor für diverse virale Infektionen, die Mosaik- und Blattrollsymptome auslösen und sich rasch in der Kultur ausbreiten können. Zusätzlich führt die Ausscheidung von zuckerhaltigem Honigtau zur Ansiedlung von Rußtaupilzen, welche die Photosyntheseleistung der betroffenen Pflanzen behindern.1 Belastbare quantitative Daten zur Höhe wirtschaftlicher Schäden oder zu spezifischen Bekämpfungskosten fehlen in den vorliegenden Quellen. Konkrete Aussagen über Qualitätsminderungen oder Totalverluste sind auf Basis der aktuellen Datenlage ebenfalls nicht systematisch beziffert.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Erbsenlaus
  2. gbif.org/species/2077503
  3. Literaturzusammenfassung: Acyrthosiphon pisum