- Die Genomgröße des Faulbaum-Bläulings beträgt 499 Megabasen, verteilt auf 25 Autosomen und ein Z-Chromosom als Nummer 26.
- Das Genom umfasst exakt 12.199 proteinkodierende und 1.981 nicht kodierende Gene.
- Die Genomdaten des Männchens sind im European Nucleotide Archive unter der Nummer PRJEB41907 hinterlegt.
- Frühere Zählungen, die von lediglich 1n = 25 Chromosomen ausgingen, wurden durch moderne Telomer-Sequenzierungen und Chromosomen-Konformationsanalysen korrigiert.
- Die blassgrünen Raupen erreichen eine maximale Länge von 14 bis 17 mm.
- Neben der typischen Grünfärbung zeigen manche Raupen auch rosa oder braunviolette Farbvarianten an den Seiten und auf dem Rücken.
- Raupen tragen auf dem Rücken und an den Seiten charakteristische rosafarbene Längsstreifen.1
Faulbaum-Bläuling Celastrina argiolus
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Lycaenidae
- Gattung
- Celastrina
Überblick
Einleitung
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), auch als Garten-Bläuling bekannt, ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) und in Europa sowie Nordwestafrika weit verbreitet. Als eurytope Art besiedelt der Falter sowohl lichte Wälder als auch urbane Lebensräume wie Gärten und Parks. Er fliegt in Mitteleuropa in zwei Generationen von April bis September.
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Faulbaum-Bläuling Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ist ein kleiner Tagfalter aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 20 bis 30 Millimetern. Sowohl Männchen als auch Weibchen sind auf der Flügeloberseite blau gefärbt. Bei den Weibchen reicht diese blaue Färbung jedoch nicht bis zum Flügelrand. Zusätzlich besitzen Weibchen einen dunklen Rand auf der Flügeloberseite, der in der zweiten Generation breiter ausprägt ist als in der ersten Generation. Auf der Flügelunterseite zeigen die Falter eine weißblaue Grundfärbung sowie eine unauffällige schwarze Zeichnung. Die Raupen des Faulbaum-Bläulings erreichen eine maximale Länge von 14 bis 17 Millimetern. Sie sind meist blassgrün gefärbt und tragen seitlich sowie auf dem Rücken rosafarbene Längsstreifen. Das Farbspektrum der Raupen kann variieren und umfasst neben blassgrün mit rosafarbenen Streifen auch reine Rosatöne oder braunviolette Farbnuancen an den Seiten und auf dem Rücken. Die Überwinterung der Art erfolgt als Puppe bodennah unter Blättern. Belastbare morphologische Daten zu Eiern, dem Kopf, Thorax, Abdomen sowie den Beinen und spezifischen Verwechselungsarten liegen aus der vorliegenden Datenbasis nicht vor.1
Porträt
Beschreibung
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ist ein weit verbreiteter Tagfalter aus der Familie der Bläulinge, der durch seine eurytope Lebensweise und seine Anpassungsfähigkeit als Kulturfolger in Gärten und halboffenen Biotopen auffällt. Im natürlichen Lebensraum präsentiert sich die Art als kleiner Falter mit einer Flügelspannweite von 20 bis 30 Millimetern, der meist in geringer Dichte angetroffen wird. Die Falter sind tagaktiv und zeigen eine charakteristische weißblaue Unterseitenfärbung mit unauffälliger schwarzer Zeichnung. Auf der Flügeloberseite weisen beide Geschlechter eine blaue Färbung auf, wobei diese bei Weibchen nicht bis zum Flügelrand reicht. Ein breiterer dunkler Rand auf der Flügeloberseite unterscheidet die Weibchen der zweiten Generation von denen der ersten. Genetische Analysen des männlichen Genoms zeigen einen Karyotyp aus 25 Autosomen und dem geschlechtsbestimmenden Z-Chromosom als Nummer 26, was insgesamt 499 Mb an sequenzierter DNA ergibt. Die Raupen des Faulbaum-Bläulings erreichen eine maximale Länge von 14 bis 17 mm und zeichnen sich meist durch eine blassgrüne Grundfärbung mit rosafarbenen Längsstreifen aus. Neben dieser typischen Form treten im Freiland auch Individuen mit rein rosa oder braunvioletten Farbvariationen an den Seiten und auf dem Rücken auf. Als polyphage Herbivoren nutzen die Raupen ein breites Spektrum an Futterpflanzen, darunter Kreuzdorngewächse, Leguminosen und verschiedene Laubbäume. Die Flugzeit erstreckt sich über zwei Generationen von April bis September, wobei die Art als Puppe überwintert. Die Verpuppung findet dabei bodennah unter Blättern statt. Dank seiner mobilen Lebensweise besiedelt Celastrina argiolus neben mesotrophen Wäldern und Heidelandschaften zunehmend auch urbane Lebensräume.1
Systematik
Name & Einordnung
Der wissenschaftliche Name des Faulbaum-Bläulings lautet Celastrina argiolus. Als deutscher Trivialname ist primär der Faulbaum-Bläuling etabliert, zudem wird die Art aufgrund ihres häufigen Vorkommens in menschlichen Siedlungsbereichen auch als Garten-Bläuling bezeichnet. Die systematische Zuordnung erfolgt innerhalb der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) zur Gattung Celastrina. Belastbare historische Details zur Erstbeschreibung sowie zur genauen Etymologie der Namensgebung liegen in den vorliegenden Daten nicht vor. Internationale Trivialnamen oder regionale sprachliche Varianten sind im Rahmen der verfügbaren Quelldaten ebenfalls nicht systematisch belegt.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) absolviert in Mitteleuropa einen Lebenszyklus mit zwei Generationen pro Jahr, wobei die Falter von April bis September fliegen. Die Überwinterung erfolgt ausnahmslos als Puppe bodennah unter Blättern. Nach dem Schlüpfen der Falter im zeitigen Frühjahr ab April beginnt die Fortpflanzungsbiologie dieser tagaktiven Art. Die Raupen ernährungsernährnd sich polyphag von einer Vielzahl verschiedener Wirtspflanzen, darunter Frangula, Rhamnus, Ribes, Malus, Prunus, Cornus, Vaccinium, Vicia, Lupinus, Chamaecytisus sowie verschiedene Kleearten wie Medicago sativa. Die blassgrünen bis rosafarbenen oder braunvioletten Raupen erreichen eine maximale Länge von 14–17 mm. Sie sind meist im Juli und August sowie etwas später im Herbst in der Natur anzutreffen. Über spezifische physiologische Regulationsmechanismen der Diapause oder genaue temperaturabhängige Entwicklungszeiten liegen im Rahmen der Standardliteratur keine quantifizierten Messwerte mit genauen Grad-Angaben vor. Belastbare Daten zu detaillierten Mortalitätsfaktoren, spezifischen Parasitoiden oder genauen Fortpflanzungsraten fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Lebensweise
Verhalten
Der tagaktive Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ist ein mobiler Falter, der in fast allen halboffenen Biotopen anzutreffen ist.12 Er fliegt in Mitteleuropa in zwei Generationen von April bis September. Als Kulturfolger besiedelt die Art neben lichten Wäldern und Heidelandschaften zunehmend auch Gärten und Parks. Die Raupen ernähren sich polyphag von einer Vielzahl verschiedener Futterpflanzen. Die Verpuppung findet bodennah unter Blättern statt, wobei die Art als Puppe überwintert.1
Lebensweise
Ökologie
Der tagaktive Falter Celastrina argiolus besiedelt als eurytope Art ein breites Spektrum an Offenland- und Waldbiotopen, wobei er in Mitteleuropa am häufigsten in feuchten bis halbtrockenen, lichten Wäldern sowie zunehmend in Gärten und Parkanlagen anzutreffen ist.12 Als polyphager Herbivor nutzt die Raupe ein sehr vielfältiges Spektrum an Futterpflanzen, darunter Gehölze wie den namensgebenden Faulbaum (Frangula), Kreuzdorn (Rhamnus), Hartriegel (Cornus) und verschiedene Laubbäume sowie krautige Pflanzen wie Blutweiderich (Lythrum salicaria) und Kleearten. Die Art bildet in Mitteleuropa in zwei Generationen von April bis September aus. Nach der larvalen Entwicklung erfolgt die Verpuppung bodennah unter Blättern.1 Die Überwinterung findet ausschließlich im Stadium der Puppe statt.12 Bezüglich der Höhenverbreitung ist die Art im Flachland bis in die untere Montanstufe anzutreffen.2
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) besitzt eine holarktische Verbreitung und ist auf dem gesamten europäischen Kontinent sowie in Nordwestafrika anzutreffen. Innerhalb dieses großen Areals tritt die Art in Mitteleuropa am häufigsten auf. Im Gegensatz dazu wird der tagaktive Falter in Nordskandinavien und Irland nur selten beobachtet. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich vom Tiefland bis in die lower montane Stufe. Als eurytope Art besiedelt Celastrina argiolus eine Vielzahl unterschiedlicher terrestrischer Biome. Zu den natürlichen Habitaten gehören primär feuchte bis halbtrockene, lichte Wälder sowie Waldränder. Darüber hinaus umfasst das Spektrum auch offene Habitate wie Heidelandschaften und Trockenrasen. Als anpassungsfähiger Kulturfolger besiedelt der Schmetterling zunehmend auch urbane Siedlungsbereiche. In Parks und Gärten findet die Art durch das Angebot an Gehölzen und Blütenpflanzen günstige Lebensbedingungen. Die Habitatbindung schließt nach aggregierten Beobachtungsdaten Wälder, Heiden und städtische Bereiche ein. Belastbare quantitative Daten zur kleinräumigen Höhengrenze über die lower montane Stufe hinaus fehlen in der Literatur.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) zeigt eine ausgeprägte bivoltine Aktivitätsdynamik im Jahresverlauf. Adulte Falter fliegen in zwei Generationen von April bis September. Die erste Generation schlüpft sehr zeitig im April als tagaktiver Falter, während die Raupen der Nachfolgegenerationen vor allem im Juli und August sowie im weiteren Herbstverlauf in der Natur anzutreffen sind. Die Verpuppung zur Überwinterung erfolgt bodennah unter Blättern.1 Überwinterungsstadium ist ausschließlich die Puppe.12 Ergänzende Analysen zum öffentlichen Suchinteresse verzeichnen jährliche Peaks im Juli, was mit der Hauptaktivitätsphase der sommerlichen Raupenstadien und der zweiten Faltergeneration korreliert.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ist als herbivorer Tagfalter in Mitteleuropa weit verbreitet, wird jedoch ökonomisch nicht als Schädling eingestuft, da er in Gärten und Kulturlandschaften stets in geringer Dichte auftritt. Als polyphager Pflanzenfresser nutzt die Raupe eine Vielzahl verschiedener Gehölze und Stauden als Futterpflanzen, darunter wirtschaftlich genutzte Arten wie Johannisbeeren (Ribes), Apfelbäume (Malus) und verschiedene Prunus-Arten. Ein nennenswertes Schadpotenzial geht von den Larven nicht aus, weshalb spezifische Schadbilder an Kulturpflanzen kaum dokumentiert sind und keine wirtschaftlichen Schäden verursacht werden.1 Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder die Übertragung von Krankheitserregern sind für Celastrina argiolus nicht bekannt. Da die Art weder als Schädling noch als Lästling auftritt, sind weder Früherkennungsmaßnahmen noch ein spezifisches Monitoring erforderlich. Auch chemische oder physikalische Bekämpfungsmaßnahmen sind für den Faulbaum-Bläuling nicht relevant, da er als harmloser Bestandteil der Fauna in Gärten und Offenlandbiotopen toleriert wird. Präventionsmaßnahmen im Sinne einer Schadabwehr entfallen ebenfalls vollständig. Integrierte Schädlingsbekämpfungsstrategien (IPM) sind für diese Art nicht etabliert, da keine Bekämpfungsnotwendigkeit besteht. Rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten existieren für Celastrina argiolus aufgrund seiner Harmlosigkeit ebenfalls nicht. Belastbare Daten zu quantifizierbaren Schäden an Wirtspflanzen fehlen in der Fachliteratur gänzlich. Die Art gilt vielmehr als unauffälliger Kulturfolger, der gelegentlich als Bestäuber in Erscheinung tritt.1
Nachweise