Lexikon-Eintrag

Blutroter Blattkäfer Chrysolina sanguinolenta

Blutroter Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Chrysomelidae
Gattung
Chrysolina

Überblick

Einleitung

Der Rotsaum-Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta), auch Blutiger Blattkäfer genannt, gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Die Art ist in Mitteleuropa beheimatet und besiedelt bevorzugt sandige Lebensräume, wo sie sich von Leinkräutern ernährt. Aufgrund von Bestandsrückgängen gilt die Art in den letzten Jahren in Teilen ihres Verbreitungsgebiets als eher selten.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Punktierung der Deckflügel weist geschlechtsspezifische Unterschiede auf, wobei die Punkte bei Männchen größer sind als bei Weibchen.
  • Hinsichtlich der Generationsfolge wird die Art als partivoltin eingestuft.
  • Historisches Sammlungsmaterial umfasst Funde aus Schweizer Regionen wie Fundorte in Genf, in den Tramschienen von Bernex auf 452 m Höhe sowie aus Sitten (Sion) und Schuls.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Blutrote Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta) zeichnet sich durch eine kompakte, schwarze Grundfärbung und eine charakteristische rote Randzeichnung aus. Adulte Exemplare erreichen eine Körperlänge von sechs bis neun Millimetern. Entlang des Flügelrandes verläuft ein auffälliger roter Saum, der sich bis zu den Schultern erstreckt. Die Basis der Deckflügel bleibt von dieser roten Färbung jedoch ausgenommen. Der Halsschild besitzt einen abgerundeten Rand, wobei die Vorderecken nur marginal ausgebildet sind. Die Oberfläche der Deckflügel zeigt eine unregelmäßige Längspunktierung. Ein leichter Sexualdimorphismus zeigt sich in der Struktur dieser Punktierung, da die Punkte bei Männchen größer ausfallen als bei Weibchen. Belastbare morphologische Daten zu Eiern, Larven, Puppen sowie spezifischen Kopf- und Beinmerkmalen fehlen in der aktuellen Literaturlage. Eine Verwechslung ist aufgrund der spezifischen Zeichnung mit anderen Arten möglich, wobei die genauen Abgrenzungsmerkmale in der vorliegenden Quelle nicht detailliert differenziert werden.1

Porträt

Beschreibung

Der Blutrote Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta), auch Rotsaum-Blattkäfer genannt, ist ein spezialisierter phytophager Vertreter aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art ein unverkennbares Erscheinungsbild mit einer schwarzen Grundfärbung und einer charakteristischen roten Einfassung der Deckflügel. Diese Randeinfassung erstreckt sich bis zu den Schultern, während die Basis der Deckflügel von der Zeichnung ausgenommen bleibt. Der Halsschild weist einen abgerundeten Rand auf, wobei die Vorderecken nur marginal ausgebildet sind. Im Freiland lässt sich die Art an sonnigen Tagen primär in direkter Nähe ihrer Wirtspflanzen antreffen. Für eine präzise Determination im Labor oder unter dem Mikroskop dienen anatomische feinstrukturelle Merkmale wie die Punktierung der Flügeldecken. Die Deckflügel sind unregelmäßig längs punktiert, wobei geschlechtsspezifische Dimorphismen auftreten. Ein auffälliges mikroskopisches Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern ist die Skulpturierung, da die Punkte bei Männchen deutlich größer ausfallen als bei Weibchen. Die Körpergröße der adulten Tiere bewegt sich in einem Bereich von sechs bis neun Millimetern. Hinsichtlich ihrer Habitatpräferenzen besiedelt die Art vorwiegend trockenwarme und sandige Regionen, in denen größere Vorkommen von Leinkräutern (Linaria) existieren. Belastbare publizierte Daten zu Larvenstadien, spezifischen anatomischen Feinanpassungen oder historischen Erstbeschreibungen fehlen in der aktuellen Quellenlage weitgehend. Zoogeografisch ist Chrysolina sanguinolenta in Mitteleuropa und weiter östlich bis nach Asien verbreitet, while Nachweise aus dem Mittelmeerraum gänzlich fehlen. Die Aktivitätsperiode der imaginalen Stadien erstreckt sich von März bis Oktober. In den letzten Jahrzehnten ist die Art in Mitteleuropa in ihrem Bestand stark zurückgegangen und gilt mancherorts als selten, obgleich sie in geeigneten Habitaten noch lokal in größeren Individuenzahlen auftreten kann.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Blutrote Blattkäfer wird wissenschaftlich als Chrysolina sanguinolenta bezeichnet und gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Im deutschen Sprachraum ist die Art zudem geläufig als Rotsaum-Blattkäfer sowie unter der Bezeichnung Blutiger Blattkäfer bekannt.1 Weitere Details zur historischen Erstbeschreibung, zu Synonymen oder zur etymologischen Herkunft der wissenschaftlichen Namen sind in der gegenwärtigen Datenlage nicht hinreichend belegt. Belastbare Angaben zu früheren Gattungszuordnungen oder internationalen Trivialnamen fehlen ebenfalls im aktuellen Quellenmaterial.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Blutrote Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta) absolviert seinen Lebenszyklus in enger Bindung an nährstoffarme und sandige Habitate, wo er von März bis Oktober angetroffen werden kann. Adulte Exemplare erreichen eine Körperlänge von sechs bis neun Millimetern und zeigen einen charakteristischen roten Saum um die ansonsten schwarzen Deckflügel.1 Die Art ernährt sich als herbivorer und monophager Spezialist ausschließlich von Leinkräutern (Linaria).12 An diesen Wirtspflanzen halten sich die Käfer an sonnigen Tagen auf. Belastbare Daten zur genauen Dauer der einzelnen Entwicklungsstadien wie Ei, Larve und Puppe fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend. Ebenso liegen keine systematischen Untersuchungen zur Fertilität, zu spezifischen Mortalitätsfaktoren oder zu natürlichen Feinden vor. Die maximale Voltinität wird als partivoltin eingestuft 2, wobei genauere physiologische Besonderheiten wie Diapause oder Kältetoleranz bisher nicht detailliert belegt sind. Das Vorkommen der Art erstreckt sich von Mitteleuropa über weite Teile Asiens, während sie im Mittelmeerraum fehlt. In Mitteleuropa ist Chrysolina sanguinolenta in den letzten Jahren seltener geworden, tritt jedoch lokal in sandigen Regionen mit größeren Vorkommen der Wirtspflanze stellenweise zahlreich auf.1 Habitat-Analysen zeigen Vorkommen in Grasländern, Heidelandschaften und lichten Wäldern 2, während urbane Bereiche oder Feuchtgebiete nicht besiedelt werden.2

Lebensweise

Verhalten

Spezifische Verhaltensweisen von Chrysolina sanguinolenta sind in der aktuellen Datenlage nur rudimentär dokumentiert, wobei vor allem Aktivitätszeiträume und Habitatbindungen bekannt sind. Die Aktivitätsphase der Tiere erstreckt sich über einen Zeitraum von März bis Oktober. Innerhalb dieser Monate zeigt der Rotsaum-Blattkäfer eine stark witterungsabhängige Aktivität und wird primär an sonnigen Tagen angetroffen. Das tageszeitliche Verhalten ist eng mit der Nahrungssuche verknüpft, da die Käfer obligat auf Pflanzen der Gattung Leinkräuter (Linaria) zu finden sind. Aufgrund der monophagen Ernährungsweise beschränkt sich das Aufenthaltsverhalten im Habitat direkt auf diese Wirtspflanzen. Bevorzugt werden dabei sandige Gebiete besiedelt, in denen größere Bestände der Leinkräuter Vorkommen aufweisen. Detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen zu komplexeren Verhaltensmustern wie Flugverhalten, Chemotaxis, innerartlicher Kommunikation oder spezifischen Abwehrmechanismen liegen für die Art bisher nicht vor. Belastbare Daten zu diesen Verhaltensbereichen fehlen in der Literatur gänzlich.1

Lebensweise

Ökologie

Der Rotsaum-Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta) besiedelt als herbivore Art bevorzugt offene und sandige Habitate mit größeren Vorkommen seiner Wirtspflanzen. Die ökologische Nische der Art ist eng an das Vorkommen von Leinkräutern (Linaria) gebunden, an denen die Tiere als monophage Ernährungsform auf Nahrungssuche gehen. Aktivitätsnachweise liegen für die Monate März bis Oktober vor, wobei die Tiere vorwiegend an sonnigen Tagen an ihren Wirtspflanzen anzutreffen sind.1 Neben sandigen Gebieten wird die Art nach Datenlage auch in Grasländern, Heidelandschaften und lichten Wäldern nachgewiesen.2 Im Mittelmeerraum fehlt die Art vollständig, während sie nach Osten hin weit in Asien verbreitet ist. In Mitteleuropa ist der Käfer in den letzten Jahren seltener geworden, tritt mancherorts jedoch noch zahlreich auf.1 Belastbare quantitative Daten zu spezifischen Mikroklima-Anforderungen, Konkurrenzbeziehungen oder natürlichen Feinden fehlen in den vorliegenden Quellen gänzlich.

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Rotsaum-Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta) ist in Mitteleuropa beheimatet, wo er in den letzten Jahren insgesamt eher selten geworden ist. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa bis weit nach Osten in asiatische Regionen. Im Mittelmeerraum fehlt die Art hingegen vollständig. In Deutschland und im DACH-Raum ist das Vorkommen stark von geeigneten Habitatstrukturen abhängig. Historische Nachweise aus der Schweiz belegen Funde in verschiedenen Kantonen wie Genf, Waadt, Basel und Graubünden. Dabei reicht die vertikale Verbreitung der historischen Belege vereinzelt bis in Höhenlagen von 452 m. Als bevorzugter Lebensraum dienen dem Käfer primär sandige Gebiete, in denen er von März bis Oktober angetroffen werden kann. Dort tritt er stellenweise noch zahlreich auf, wenn größere Vorkommen seiner Wirtspflanzen vorhanden sind. Ökologisch ist die Art eng an Leinkräuter (Linaria) gebunden, die als ausschließliche Nahrungspflanzen der adulten Tiere dienen. Gemäß aggregierten Habitatdaten besiedelt die Art Offenlandbiotope wie Grasländer und Heidelandschaften. Wälder oder stark urbanisierte Bereiche werden hingegen gemieden, auch wenn vereinzelte historische Funde aus städtischen Randbereichen wie Tramgleisen vorliegen. Belastbare Daten zu aktuellen Bestandsdichten außerhalb dieser traditionellen Habitate fehlen.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, Dallgow-Döberitz, Brandenburg, Deutschland

    26.06.2026

  • Deutschland

    14.06.2026

  • Deutschland

    14.06.2026

  • Ostheim, Bavaria, Deutschland

    10.06.2026

  • Deutschland

    10.06.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivität von Chrysolina sanguinolenta erstreckt sich im Jahresverlauf von März bis Oktober. In diesem Zeitraum treten die imaginalen Käfer vor allem in den Frühjahrs- und Sommermonaten auf, wobei historische Belege Nachweise von März bis in den Oktober hinein umfassen. Besondere Aktivitätsschwerpunkte lassen sich an sonnigen Tagen beobachten, an denen die Tiere auf ihren Wirtspflanzen, den Leinkräutern (Linaria), anzutreffen sind. Hinsichtlich der thermischen Abhängigkeiten zeigt sich eine deutliche solar- und wärmebedingte Aktivität, da die Tiere bevorzugt bei Sonnenschein aufgesucht werden. Das Auftreten von adulten Exemplaren erstreckt sich laut historischem Material über diverse Frühlings- und Sommermonate, mit Nachweisen unter anderem im April, Mai, Juni und Juli. Auch im Spätsommer und Herbst, wie Funde im September und Oktober belegen, sind adulte Käfer aktiv. Belastbare quantitative Daten zur genauen Generationsfolge pro Jahr sowie zum spezifischen Überwinterungsverhalten fehlen in der Literatur weitgehend, wobei das frühe Auftreten im März auf eine Überwinterung als Imago hindeutet.1 Ergänzende Auswertungen zum öffentlichen Informationsinteresse verzeichnen vereinzelte Zugriffe im Jahresverlauf, wobei diese Trends primär der flankierenden Einordnung dienen.2

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Blutrote Blattkäfer (Chrysolina sanguinolenta) ist ein phytophager Herbivor und tritt weder als landwirtschaftlicher Schädling noch als Hygiene- oder Lästling in Erscheinung. Die Art ist monophag auf Leinkräuter (Linaria) spezialisiert und ernährt sich von diesen Wirtspflanzen. Da weder Kulturpflanzen befallen noch nennenswerte Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft verursacht werden, existiert kein wirtschaftliches Schadpotenzial. Belastbare Daten zu spezifischen Schadbildern an Nutzpflanzen fehlen, da die Art ausschließlich an ihren wildlebenden Wirtsstauden in sandigen Habitaten oder offenen Landschaften vorkommt. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen im Sinne von Allergieauslösungen oder Vektoreigenschaften sind für Chrysolina sanguinolenta nicht bekannt. Früherkennungs- oder Monitoring-Methoden sind für diese Art wissenschaftlich nicht etabliert, da sie keinen schädigenden Status einnimmt. Präventions-, Bekämpfungs- oder integrierte Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen (IPM) sind für Chrysolina sanguinolenta folglich nicht erforderlich. Spezifische rechtliche Aspekte wie Quarantänevorschriften oder Meldepflichten existieren für diesen Blattkäfer ebenfalls nicht.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung von Chrysolina sanguinolenta als Schadorganismus oder Nützling fehlen in den verfügbaren Quellen gänzlich. Die Art ist in Mitteleuropa in den letzten Jahren eher selten geworden und tritt lediglich stellenweise in sandigen Gebieten auf. Es liegen weder Berichte über wirtschaftliche Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft noch Angaben zu betroffenen Kulturen oder Materialien vor.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Rotsaum-Blattk%C3%A4fer
  2. gbif.org/species/4459983