Lexikon-Eintrag

Zauberschnee Euphorbia hypericifolia

Zauberschnee (Euphorbia hypericifolia), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta
Klasse
Magnoliopsida
Ordnung
Malpighiales
Familie
Euphorbiaceae
Gattung
Euphorbia

Überblick

Einleitung

Zauberschnee ist ein im deutschen Handel gebräuchlicher Name einer weiß blühenden Zierpflanze, die unter der Wolfsmilchart Euphorbia hypericifolia geführt und international meist als „Diamond Frost“ vertrieben wird.234 Sie wächst buschig-polsterförmig mit schmalen Blättern und winzigen weißen Hochblättern.3 Sie wird als Zierpflanze auch in Gefäßen kultiviert.3 Wie bei Wolfsmilchgewächsen üblich enthält sie einen Milchsaft, der Haut und Augen reizen kann.13 Das Profil unterscheidet deshalb zwischen der Wildart und der Zuchtform.

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Wildart: Euphorbia hypericifolia L. (GBIF: akzeptiert), Familie Euphorbiaceae2
  • Zauberschnee = Zuchtform, international Diamond Frost® (‘Inneuphdia’), 2004 in Gensingen entdeckt3
  • Wuchshöhe der Sorte: etwa 30–50 cm, buschig, Blätter schmal und unbehaart3
  • Wildart: bis etwa 0,6 m, Stängel meist um 50 cm1
  • Blüte der Sorte: Frühjahr bis Herbst, weiße Hochblätter3
  • Steril, keine Samenbildung3
  • Heimat der Wildart: tropisches Amerika1
  • Winterhärte der Sorte: Zonen 10–12, in kühleren Regionen meist einjährig3
  • Milchsaft reizt Haut und Augen13
  • OpenInsect-Community: 2 Scans, letzter am 05.07.2026

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Wildart ist ein ausdauerndes, kahles Kraut, das nach der englischsprachigen Wikipedia meist bis etwa 0,6 m hoch wird; die Stängel sind gewöhnlich um 50 cm lang, in Ausnahmefällen bis 170 cm, bogig und in geringer bis großer Zahl vorhanden.1 Blüten und Fruchtkapseln bilden auffällige dichte Knäuel, die vom Stängel abstehen.1 Bei wenigen Blüten und fehlenden Blättern zwischen den Knäueln besteht Verwechslungsgefahr mit Euphorbia hyssopifolia und Euphorbia nutans.1

Die Zuchtform Diamond Frost ist deutlich kompakter: Sie wird etwa 30 bis 50 cm hoch und 30 bis 45 cm breit, wächst buschig mit aufrechten Trieben und trägt schmale, locker stehende, unbehaarte Blätter in grau- bis hellgrüner Färbung.3 Auffällig sind die winzigen weißen Hochblätter; im Vergleich zur Ausgangspflanze trägt die Sorte mehr, aber kleinere Blüten und verzweigt sich stärker.3 Die Maße sind aus Zollangaben der Quelle umgerechnet (12–20 Zoll Höhe, 12–18 Zoll Breite). Die Sorte bildet keine Samen.3 Eine sichere Zuordnung zur Sorte allein anhand eines Fotos ist nicht möglich.

Systematik

Namen & Einordnung (kurz)

Die Wildart heißt Euphorbia hypericifolia L. und gilt nach der GBIF-Taxonomie als akzeptierter Name der Familie Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).2 Die englischsprachige Wikipedia führt als Synonyme unter anderem Chamaesyce hypericifolia auf; die Liste umfasst mehr als 20 Synonyme; als englische Namen werden „graceful spurge“, „golden spurge“ und „chickenweed“ genannt.1 Der Gattungsname Euphorbia bezieht sich auf die gesamte Gattung der Wolfsmilch; zu deren Merkmalen siehe das Profil Wolfsmilch.

Bei „Zauberschnee“ handelt es sich nicht um die Wildart, sondern um eine Zuchtsorte, die unter dem Handelsnamen Diamond Frost® und dem Sortennamen ‘Inneuphdia’ geführt wird; die Schreibweise des Sortennamens schwankt zwischen den Quellen.3 Sie wurde nach den Angaben der Quelle 2004 in Gensingen (Deutschland) in einem Bestand von Euphorbia hypericifolia entdeckt.3 „Zauberschnee“ ist als deutscher Handelsname im Gartenhandel üblich, etwa in der Schreibweise „Zauberschnee Diamond Frost“; in den wissenschaftlichen Quellen wird er nicht erwähnt.4 Die botanische Zuordnung von Handelssorten wie dieser ist nicht in allen Quellen einheitlich.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Wildart ist eine mehrjährige krautige Pflanze, deren Blüten und Früchte in dichten Knäueln stehen.1 Bei der Zuchtform bilden die kleinen Blüten mit ihren weißen Hochblättern den Zierwert der Pflanze.3 Die Zuchtform Diamond Frost ist immergrün und mehrjährig, wird aber in kälteren Regionen meist als einjährige Pflanze gezogen.3

Die Sorte ist steril und bildet keine Samen; sie lässt sich daher nicht über Saatgut vermehren.3 Ihre weißen Hochblätter bleiben von Frühjahr bis zum ersten Herbstfrost erhalten.3 Beim Pflegen fördert Zurückschneiden der Triebspitzen eine buschige Wuchsform, Ausputzen verblühter Triebe ist nicht erforderlich.3

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Wildart stammt aus dem tropischen Amerika, vom äußersten Süden der USA über Mexiko und die Westindischen Inseln bis nach Mittel- und Südamerika.1 Eingeführt wurde sie unter anderem in Spanien, Italien, Griechenland, auf dem indischen Subkontinent, in China, Südkorea, Myanmar, Teilen Indonesiens und im subsaharischen Afrika.1 NatureServe führt die Art als „Secure“.1

Die Zuchtform wird als Zierpflanze kultiviert, auch in Gefäßen und nach der NCSU-Beschreibung als Zimmerpflanze.3 Sie bevorzugt Sonne bis Halbschatten und gut durchlässigen Boden und gilt als trocken- und hitzeverträglich.3 Als mehrjährige Pflanze ist sie nur in den Klimazonen 10 bis 12 des US-Landwirtschaftsministeriums winterhart und wird in kühleren Regionen meist einjährig kultiviert.3 Im OpenInsect-Verzeichnis wurden bisher 2 Scans erfasst, der letzte am 05.07.2026; Sichtungen in freier Natur sind für Deutschland, Österreich und die Schweiz auf iNaturalist nicht verzeichnet.

Sichtungen

Community-Analyse

OpenInsect
2
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der silberkrift.community
Zuletzt am 05.07.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Zuchtform blüht nach der NCSU-Beschreibung vom Frühjahr bis in den Herbst; die weißen Hochblätter bleiben bis zum ersten Frost erhalten.3 Da sie nur in den Klimazonen 10 bis 12 winterhart ist, wird sie in kühleren Regionen meist als einjährige Pflanze gezogen.3 Die NCSU-Beschreibung nennt auch die Haltung im Haus als Zimmerpflanze.3

Für die Wildart liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben zur Blütezeit vor.1 Im OpenInsect-Verzeichnis liegen mit nur 2 Scans zu wenige Daten für Aussagen zur jahreszeitlichen Verteilung vor.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Pflanze ist eine Zierpflanze ohne Schadwirkung. Wichtig ist der Umgang mit dem Milchsaft: Der Milchsaft kann nach den Quellen Hautreizungen verursachen.13 Nach der NCSU-Beschreibung ist Hautkontakt mit leichten bis starken Entzündungen verbunden, Augenkontakt kann die Hornhaut vorübergehend oder dauerhaft schädigen, und bei Verschlucken können Lippen und Mundschleimhaut Blasen bilden; alle Pflanzenteile gelten als giftig, der Schweregrad wird dort als gering eingestuft.3 Vorsichtshalber sind beim Schneiden und Umtopfen Handschuhe sinnvoll, und Kinder und Haustiere sollten keinen Zugang haben. Die Pflanze ist nicht zum Verzehr bestimmt.

Bei Augenkontakt, Verschlucken oder anhaltenden Beschwerden ist unverzüglich ärztlicher Rat oder eine Giftinformationszentrale zu kontaktieren. Weitere Pflanzen der Gattung sind etwa der Weihnachtsstern und die Zypressen-Wolfsmilch. Schädlinge oder Krankheiten werden für die Sorte nach der NCSU-Beschreibung nicht als bedeutsam angegeben.3

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. Wikipedia: Euphorbia hypericifolia. en.wikipedia.org/wiki/Euphorbia_hypericifolia (abgerufen 30.10.2026)
  2. GBIF Backbone Taxonomy: Euphorbia hypericifolia L. gbif.org/species/3066321
  3. NC State Extension Gardener Plant Toolbox: Euphorbia hypericifolia 'Inneuphdia' (Diamond Frost). plants.ces.ncsu.edu/plants/euphorbia-hypericifolia-diamond-frost-inneuphdia/ (abgerufen 30.10.2026)
  4. Handelsbezeichnung „Zauberschnee Diamond Frost“ im deutschen Gartenhandel, z. B. toom.de/p/zauberschneetm-diamond-frosttm-3er-set-12-cm-topf/4582891 (abgerufen 30.10.2026)