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Illustration: Tabanidae
Aus unserer Insekten-App Tabanidae

♥ Silberkraft Kollektion

Bremsen bekämpfen & loswerden - Mittel gegen Bremsen

Fliegendecke, Repellent und die richtigen Weidezeiten: Hier findest du Mittel und Tipps gegen Bremsen für dein Pferd und für dich. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

2 Produkte
Kauf-Ratgeber Bremsen

Was hilft gegen Bremsen?

Bremsen stechen schmerzhaft und setzen vor allem Pferden auf der Weide zu. Ein einzelnes Mittel, das sie vollständig fernhält, gibt es nicht. Am besten wirkt die Kombination: Fliegendecke und Maske, ein Repellent für die freien Stellen und die richtigen Weidezeiten. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich, die häufigsten Arten und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Bremsen-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Du selbst wirst gestochen – beim Reiten, Wandern oder am Badesee

Lange, helle Kleidung und Hautrepellent

Bremsen stechen durch dünne Stoffe. Trage dichte, lange und eher helle Kleidung. Unbedeckte Haut mit einem Repellent für Menschen behandeln, dessen Etikett Bremsen nennt, und nach dem Schwitzen erneuern.

An schwülen Tagen ist es auf der Weide kaum auszuhalten

Weidezeiten verlegen

Bremsen fliegen tagsüber, besonders bei Hitze, hoher Luftfeuchte und vor Gewittern. Verlege den Weidegang in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden und biete einen schattigen Unterstand an.

Die Weide liegt am Waldrand oder in Wassernähe

Brutplätze verringern, Fallen prüfen

Bremsen entwickeln sich in feuchter Erde und Schlamm. Pfützen und Wasserlachen auf der Weide trockenlegen und Mist nicht direkt neben der Weide lagern. Bremsenfallen mit dunkler Kugel können die Zahl der Bremsen auf Paddock und Weide verringern.

Ist das überhaupt eine Bremse?

Bremse oder Fliege bestimmen

Bremsen sind kräftiger als Stubenfliegen, haben riesige Augen und stechen schmerzhaft. Wirst du im Stall vor allem an den Beinen gestochen, ist es oft der Wadenstecher, eine Stechfliege. Mittel gegen Stubenfliegen und Wadenstecher findest du in der Kollektion Fliegen.

Alle Methoden im Vergleich

Bremsen lassen sich schwerer abwehren als Mücken oder Stubenfliegen. Deshalb steht mechanischer Schutz an erster Stelle, Repellents ergänzen ihn. Erst die Kombination bringt spürbar Ruhe.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Fliegendecke und Fliegenmaske Dicht gewebter Stoff hält den Stechrüssel von der Haut fern. Weidegang, Paddock; Ausreitdecke und Ohrenhaube beim Reiten Nur Decken in stichfester Qualität nutzen, gut anpassen und täglich auf Scheuerstellen prüfen. In Versuchen landeten auf gestreiften Decken weniger Bremsen als auf einfarbigen.
Repellent für das Pferd Ein Wirkstoff wie IR3535 oder Geraniol hält Insekten auf Abstand, ohne sie zu töten. Stellen ohne Decke: Kopf, Hals, Bauch und Beine; vor Weidegang und Ausritt Gegen Bremsen wirken Repellents schwächer und kürzer als gegen Mücken. Nach Schwitzen, Regen oder Waschen erneuern. Augen und Nüstern aussparen, vorher an einer kleinen Stelle testen.
Repellent für Menschen Ein Hautrepellent macht dich für stechende Insekten weniger attraktiv. Reiten, Stallarbeit, Spaziergang am Wasser Nur Mittel verwenden, deren Etikett Bremsen und die Anwendung auf der Haut nennt. Hinweise zu Kindern auf dem Etikett beachten.
Kleidung Dichte, lange Kleidung verhindert Stiche, helle Farben locken weniger an. Alle Aufenthalte im Freien zur Bremsenzeit Bremsen stechen durch dünne, eng anliegende Stoffe. Lieber locker sitzende, dichte Gewebe wählen.
Weidezeiten und Unterstand Weniger Kontakt zu den Zeiten, in denen Bremsen am aktivsten sind. Hochsommer, schwülwarme Tage, vor Gewittern Weidegang früh morgens, abends oder nachts. Ein schattiger Unterstand gibt den Tieren Rückzug.
Brutplätze verringern Bremsenlarven leben in feuchter Erde und Schlamm. Weiden mit Pfützen, nassen Senken oder Mist in der Nähe Pfützen und Wasserlachen trockenlegen, Mist abseits lagern. Teiche, Bäche und geschützte Feuchtgebiete bleiben unangetastet.
Bremsenfalle Eine dunkle Kugel erwärmt sich in der Sonne und lockt Bremsen an. Sie fliegen nach oben in den Fangbehälter. Paddock und Weide mit hohem Bremsendruck Sonnig und außerhalb der Reichweite der Pferde aufstellen. Eine Falle verringert die Belästigung, ersetzt aber keinen Schutz am Tier.

Wie Bremsen ihre Opfer finden

Pferd mit Fliegendecke und Fliegenmaske grast auf einer Sommerweide am Waldrand mit Teich, umschwirrt von einigen Bremsen
Pferd mit Fliegendecke und Fliegenmaske grast auf einer Sommerweide am Waldrand mit Teich, umschwirrt von einigen Bremsen

Bremsen leben an Waldrändern, auf Feuchtwiesen und in der Nähe von Weidetieren. Wer weiß, was sie anlockt und wann sie unterwegs sind, kann sich und sein Pferd gezielt schützen.

  • Nur die Weibchen stechen: Sie brauchen Blut, um ihre Eier zu entwickeln. Die Männchen ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften.
  • Wärme, Schweiß und Atem: Bremsen nehmen Körperwärme und Stoffe aus Schweiß und Atem schon aus größerer Entfernung wahr. Dazu kommen dunkle, sich bewegende Körper als optischer Reiz.
  • Saison: Bremsen fliegen etwa von April bis Oktober, am stärksten im Hochsommer. Besonders stechlustig sind sie an schwülwarmen Tagen und vor Gewittern.
  • Entwicklung am Wasser: Die Eier liegen in Paketen an Pflanzen in Wassernähe. Die Larven leben ein bis drei Jahre in feuchter Erde oder Schlamm, bevor sie sich verpuppen.

Daraus folgt: Schütze dein Pferd dort, wo Bremsen angreifen – mit Decke, Maske und Repellent – und meide Zeiten mit hohem Bremsendruck.

Welche Bremse ist das?

In Mitteleuropa leben rund 70 Bremsenarten. Diese vier begegnen dir auf Weide, Reitweg und am Wasser am häufigsten.

Regenbremse (Haematopota pluvialis) von oben
Regenbremse (Haematopota pluvialis) von oben

Regenbremse

Haematopota pluvialis

Größe
8–12 mm
Erkennungs­merkmal
Schlank und grau, milchige Flügel mit hellgrauer Marmorierung, in Ruhe dachförmig über dem Körper
Vorkommen
Feuchtwiesen, Sümpfe, Waldränder, Viehtränken

Was tun? Die häufigste Bremse bei uns. Sie fliegt lautlos an, du bemerkst sie oft erst beim Stich. Lange, dichte Kleidung tragen.

Steckbrief im Lexikon →
Goldaugenbremse (Chrysops relictus) von oben
Goldaugenbremse (Chrysops relictus) von oben

Goldaugenbremse

Chrysops relictus

Größe
ca. 10 mm
Erkennungs­merkmal
Golden schillernde Augen mit dunklen Flecken, Flügel mit dunkler Querbinde, gelb-schwarz gezeichneter Hinterleib
Vorkommen
Gewässer, Moore, feuchte Wälder

Was tun? Sticht gern an Kopf und Nacken. Beim Aufenthalt am Wasser Kopfbedeckung tragen und Hautrepellent verwenden.

Steckbrief im Lexikon →
Gemeine Viehbremse (Tabanus bromius) von oben
Gemeine Viehbremse (Tabanus bromius) von oben

Gemeine Viehbremse

Tabanus bromius

Größe
13–15 mm
Erkennungs­merkmal
Graubraun, Hinterleib mit drei Reihen heller Flecken, klare Flügel, Augen mit einer dunklen Querbinde
Vorkommen
Viehweiden, Waldränder, Wiesen

Was tun? Typisch auf Pferde- und Rinderweiden. Tiere mit Fliegendecke und Repellent schützen.

Steckbrief im Lexikon →
Pferdebremse (Tabanus sudeticus) von oben
Pferdebremse (Tabanus sudeticus) von oben

Pferdebremse

Tabanus sudeticus

Größe
19–25 mm
Erkennungs­merkmal
Größte Bremse Mitteleuropas, sehr kräftig, dunkelbraun mit hellen Dreiecksflecken auf dem Hinterleib
Vorkommen
Weiden mit Pferden und Rindern, feuchte Wiesen, Waldränder

Was tun? Fliegt mit hörbarem Brummen an. Stichfeste Decken verwenden und Pferde an heißen Tagen tagsüber im Schatten lassen.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten zu mehr Ruhe vor Bremsen

  1. Schritt 1: Bremse erkennen

    Bremsen sind kräftiger als Stubenfliegen, haben große Augen und stechen schmerzhaft. Stiche im Stall an den Beinen stammen oft vom Wadenstecher – dann helfen andere Maßnahmen.

  2. Schritt 2: Weide prüfen

    Pfützen, nasse Senken und Misthaufen in der Nähe fördern Bremsen. Wasserlachen trockenlegen, Mist abseits lagern und für einen schattigen Unterstand sorgen.

  3. Schritt 3: Pferd mechanisch schützen

    Fliegendecke und Fliegenmaske in stichfester Qualität anlegen und den Sitz täglich kontrollieren.

  4. Schritt 4: Repellent ergänzen

    Kopf, Hals, Bauch und Beine vor Weidegang und Ausritt behandeln. Nach Schwitzen, Regen oder Waschen erneuern.

  5. Schritt 5: Zeiten anpassen und dich schützen

    Weidegang in die kühleren Tagesrandzeiten legen. Für dich selbst: lange, helle Kleidung und ein Hautrepellent, dessen Etikett Bremsen nennt.

Merksätze

  • Nur Bremsenweibchen stechen – sie brauchen Blut für ihre Eier.
  • Wärme, Schweiß, Atem und dunkle, bewegte Körper locken Bremsen an.
  • Decke, Maske und Kleidung sind der verlässlichste Schutz.
  • Repellents ergänzen den Schutz, halten Bremsen aber nicht vollständig fern.
  • An schwülwarmen Sommertagen und vor Gewittern sind Bremsen am aktivsten.

Häufige Fragen zu Bremsen

Was hilft gegen Bremsen?

Am besten wirkt eine Kombination: mechanischer Schutz durch Fliegendecke, Fliegenmaske oder dichte Kleidung, ein Repellent für die freien Hautstellen und das Meiden der Zeiten mit hohem Bremsendruck. Ein einzelnes Mittel, das Bremsen vollständig fernhält, gibt es nicht.

Was hilft gegen Bremsen beim Menschen?

Trage lange, dichte und eher helle Kleidung, denn Bremsen stechen durch dünne Stoffe. Unbedeckte Haut kannst du mit einem Hautrepellent behandeln, dessen Etikett Bremsen nennt. Nach dem Schwitzen oder Baden die Anwendung wiederholen.

Was tun nach einem Bremsenstich?

Die Stichstelle kühlen und nicht aufkratzen. Kühlende Gels können den Juckreiz lindern. Wenn sich Schwellung oder Rötung stark ausbreiten oder Atemnot, Schwindel oder Fieber auftreten, sofort ärztliche Hilfe holen.

Sind Bremsenstiche gefährlich?

Bremsenstiche sind schmerzhaft, können nachbluten, stark anschwellen und jucken. Ursache ist eine Reaktion der Haut auf den Speichel der Bremse, nicht ein Gift. Dass Bremsen in Deutschland Krankheiten auf Menschen übertragen, ist bisher nicht nachgewiesen.

Warum tun Bremsenstiche so weh?

Bremsen ritzen die Haut mit messerartigen Mundwerkzeugen auf und nehmen das austretende Blut auf. Ihr Speichel enthält gerinnungshemmende Stoffe, deshalb bluten Stiche oft nach.

Wann sind Bremsen unterwegs?

Bremsen fliegen etwa von April bis Oktober, die meisten im Hochsommer. Sie sind tagsüber aktiv, besonders an heißen, schwülen Tagen und vor Gewittern.

Helfen Hausmittel gegen Bremsen?

Hausmittel wie Teebaumöl, Essig oder Knoblauch halten Bremsen kaum ab, auch weil ihre Menge und Wirkung nicht geprüft sind. Verlässlicher sind dichte Kleidung, Fliegendecke und Maske. Ein Repellent, dessen Etikett Bremsen nennt, kann diesen Schutz ergänzen.

Wie oft muss ich mein Pferd einsprühen?

Vor jedem Weidegang oder Ausritt und nach Schwitzen, Regen oder Waschen erneut. Menge und Häufigkeit stehen auf dem Etikett – beim Bremsen-Spray für Pferde sind es etwa 5 Pumpstöße pro Ausritt.

Helfen Bremsenfallen?

Fallen mit einer dunklen Kugel fangen Bremsen ab, die von der sonnenwarmen Kugel angelockt werden. Sie können die Belästigung auf Paddock und Weide verringern, ersetzen aber keinen Schutz am Pferd.

Welche Krankheiten können Bremsen bei Pferden übertragen?

Beim Stechen können Bremsen Krankheitserreger mechanisch weitertragen, etwa die Infektiöse Anämie der Einhufer, eine anzeigepflichtige Tierseuche. Zeigt dein Pferd Fieber, Mattigkeit oder Gewichtsverlust, ruf die Tierärztin oder den Tierarzt. Repellents sind keine Arzneimittel – sie halten Insekten nur fern.

Was ist der Unterschied zwischen Bremse, Stubenfliege und Wadenstecher?

Stubenfliegen stechen nicht. Der Wadenstecher sieht ihnen ähnlich, sticht aber vor allem in Ställen in die Beine. Bremsen sind größer und kräftiger, haben auffallend große Augen und stechen meist draußen auf Weide und Reitweg. Mittel gegen Stubenfliegen und Wadenstecher findest du in der Kollektion Fliegen.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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  • Pferd, Fliegen, Insekten, Parasiten, Infektion, Wehrlosigkei
    13. April 2026 Patricia Titz

    Das beste Mittel gegen Bremsen: Effektive Schutzmaßnahmen

    Inhaltsverzeichnis Einleitung Was sind Bremsen? Arten von Bremsen Lebenszyklus und Brutstätten Warum sind Bremsen ein Problem? Gesundheitsrisiken Auswirkungen auf Tiere Effektive Schutzmaßnahmen Barrieren Professionelle Repellents Anwendungshinweise Natürliche Repellents Umweltgestaltung Trockenlegen von Brutstätten Sauberhalten von Weideflächen Behandlung von Bremsenstichen Sofortmaßnahmen Salben...

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