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Junikäfer

Junikäfer schwärmen im Juni um Bäume und Häuser – den Schaden machen aber ihre Engerlinge im Rasen. Ob du handeln musst und was dann hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

7 Produkte
Ratgeber Junikäfer

Junikäfer: Was tun bei Schwärmen am Abend und Engerlingen im Rasen?

Der Junikäfer (Amphimallon solstitiale) – auch Gerippter Brachkäfer, Sonnwendkäfer oder Junibummerl genannt – schwärmt an warmen Juniabenden um Bäume und Häuser. Die Käfer selbst stechen nicht und richten kaum Schaden an. Ärger machen ihre Larven: Die Engerlinge fressen zwei Jahre lang an Graswurzeln. Hier findest du die Schnellwahl, die Methoden im Vergleich, den Unterschied zu Mai- und Gartenlaubkäfer und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Junikäfer-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

An warmen Juniabenden schwärmen viele Käfer um Bäume, Hecken oder das Haus

Abwarten – der Flug dauert meist nur 20 bis 30 Minuten

Das sind fast immer Junikäfer, vor allem Männchen auf Partnersuche. Sie fliegen etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang los, umkreisen einzeln stehende Bäume, Büsche und Gebäude und landen nach rund einer halben Stunde wieder im Gebüsch. Sie stechen nicht und schaden dem Haus nicht. Ein Spray brauchst du nicht – Mitte Juli ist die Flugzeit vorbei.

Ein Käfer ist abends ins Haus geflogen

Mit Glas und Karte nach draußen setzen

Junikäfer fliegen in der Dämmerung auf Umrisse zu – auch auf Häuser – und geraten so durch offene Fenster in Räume. Stülpe ein Glas über den Käfer, schiebe eine Postkarte darunter und setze ihn draußen ab. Halte in der Flugzeit die Fenster abends geschlossen oder nutze ein Fliegengitter. Im Haus können sich Junikäfer nicht vermehren: Ihre Larven brauchen Erde im Freien.

Braune Stellen im Rasen, die Grasnarbe lässt sich wie ein Teppich abheben

Probegrabung, dann die Larve bestimmen

Dahinter stecken oft Engerlinge – die Larven von Junikäfer, Gartenlaubkäfer oder Maikäfer. Hebe an mehreren Stellen ein Stück Rasen von etwa 25 × 25 cm spatentief ab und zähle die Larven. Ein Junikäfer-Engerling dreht sich auf einer glatten Fläche auf den Bauch und läuft schnell davon. Wie du Engerlinge im Rasen bekämpfst, steht bei den Engerlingen.

Krähen, Stare, Dachs oder Wildschweine reißen den Rasen auf

Zeichen für viele Engerlinge im Boden

Die Tiere suchen nach den eiweißreichen Larven und zerstören die Grasnarbe dabei oft stärker als die Engerlinge selbst. Prüfe mit einer Probegrabung, wie viele Larven im Boden sind. Ab etwa 50 Junikäfer-Engerlingen pro Quadratmeter sind deutliche Schäden zu erwarten; bei weniger Larven reicht es meist, den Rasen zu stärken.

Ein grün glänzender Käfer – ist das ein Junikäfer?

Nein: grün sind Gartenlaubkäfer oder Rosenkäfer

Der Junikäfer ist gelb- bis hellbraun und dicht behaart, nie metallisch grün. Ein kleiner Käfer von etwa 1 cm mit dunkelgrün glänzendem Halsschild und braunen Flügeldecken ist ein Gartenlaubkäfer. Ein größerer, rundum goldgrün glänzender Käfer, der tagsüber auf Blüten sitzt, ist ein Rosenkäfer – er ist besonders geschützt und wird nicht bekämpft.

Kahle Stellen nach dem Befall – und vorbeugen für das nächste Jahr

Nachsäen, düngen und in der Flugzeit nicht tief mähen

Abgestorbenes Gras ausrechen, den Boden leicht lockern und nachsäen. Ein Rasendünger hilft den Gräsern, Wurzelfraß schneller auszugleichen – Engerlinge tötet er nicht. Kalk nur, wenn ein Bodentest sauren Boden zeigt. Junikäfer legen ihre Eier bevorzugt in lückige Flächen, die sich schnell erwärmen. Mähe deshalb von Mitte Juni bis Mitte Juli nicht zu tief und schließe Lücken.

Alle Methoden im Vergleich

Gegen die Käfer musst du nichts unternehmen. Ob Handeln nötig ist, entscheidet der Rasen: Erst eine Probegrabung zeigt, ob und wie viele Engerlinge im Boden sind.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Abwarten (Käfer) Die Käfer leben nur wenige Wochen. Ihr Blattfraß an Bäumen und Sträuchern führt selten zu echten Schäden. Schwärmende Käfer im Garten, einzelne Käfer am Haus Insektensprays gegen die Käfer sind nicht nötig und erreichen die Larven im Boden nicht.
Fenster schließen, Fliegengitter In der Dämmerung fliegen die Käfer Umrisse an, auch Gebäude. Mitte Juni bis Mitte Juli, abends Verirrte Käfer mit Glas und Karte ins Freie setzen.
Probegrabung und Bestimmen An mehreren Stellen 25 × 25 cm spatentief abheben, Larven zählen und an der Fortbewegung bestimmen. August bis September oder im Frühjahr Nicht im Winter, bei Kälte, starker Trockenheit oder direkt nach der Flugzeit graben – dann sitzen die Larven zu tief oder sind noch zu klein.
HB-Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) Winzige Fadenwürmer dringen in die Larven ein und töten sie. Im August des Flugjahres gegen die jungen Junikäfer-Engerlinge Gegen Junikäfer schwächer als gegen Gartenlaubkäfer; ältere Larven werden schlechter erfasst. Boden 12–25 °C, vorher und mindestens 2 Wochen danach feucht halten, abends oder bei bedecktem Himmel ausbringen.
Bodenbearbeitung Gründliches Fräsen oder Umgraben tötet junge Larven mechanisch. Neuanlage von Rasen oder Beeten, im Flugjahr bis Ende September Wirkt nur, solange die Larven dicht unter der Oberfläche fressen; je älter die Larven, desto schwächer.
Rasenpflege gegen Eiablage Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in lückige Flächen, deren Boden sich schnell erwärmt; dichter, höherer Bewuchs wird seltener gewählt. Vorbeugend, vor allem in der Flugzeit von Mitte Juni bis Mitte Juli In der Flugzeit nicht tief mähen, Lücken schließen, den Rasen gut versorgen.
Nachsaat und Düngung Ein kräftiger, gut versorgter Rasen gleicht Wurzelfraß schneller aus. Nach dem Befall Dünger tötet keine Engerlinge. Kalk nur bei saurem Boden nach einem Bodentest.
Hausmittel (Kaffeesatz, Essig, Duftpflanzen) Sollen Käfer oder Larven vertreiben. Nicht empfohlen Eine Wirkung gegen Junikäfer oder ihre Engerlinge ist nicht belegt.

So lebt der Junikäfer: zwei Jahre im Boden, wenige Wochen in der Luft

Lebenszyklus des Junikäfers: oben schwärmen hellbraune Käfer in der Abenddämmerung um einen einzeln stehenden Baum, unten im Boden Eier, zwei Engerlinge an Graswurzeln, ein überwinternder Engerling und eine Puppe
Lebenszyklus des Junikäfers: oben schwärmen hellbraune Käfer in der Abenddämmerung um einen einzeln stehenden Baum, unten im Boden Eier, zwei Engerlinge an Graswurzeln, ein überwinternder Engerling und eine Puppe

Der Junikäfer ist ein Blatthornkäfer wie Mai- und Gartenlaubkäfer. Den größten Teil seines Lebens verbringt er als Engerling im Boden – die schwärmenden Käfer im Juni sind nur das kurze Finale.

  • Schwärmflug: Die Käfer schlüpfen von Mitte Juni bis Mitte Juli, rund um die Sonnenwende. An warmen, windstillen Abenden fliegen vor allem die Männchen etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang los, umkreisen einzeln stehende Bäume, Büsche und Gebäude und landen nach 20 bis 30 Minuten wieder.
  • Eiablage: Nach der Paarung graben sich die Weibchen ein und legen rund 40 Eier etwa 10 cm tief in den Boden – bevorzugt in lückige, sonnige Flächen. Die Eier brauchen Bodenfeuchtigkeit; bei Trockenheit oder Staunässe sterben viele ab.
  • Engerling: Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen die Larven. Im ersten Stadium fressen sie kaum, ab dem zweiten wandern sie nach oben an die Wurzeln. Im Winter ziehen sie sich in frostfreie Tiefe zurück; im zweiten Sommer frisst das dritte Larvenstadium am meisten.
  • Verpuppung und Käfer: Nach dem zweiten Winter verpuppt sich der Engerling im April oder Mai, fünf bis sechs Wochen später schlüpft der Käfer. In kühlen Lagen dauert die Entwicklung drei Jahre. Die Käfer leben nur wenige Wochen und sterben im Juli.

Daraus folgt: Die schwärmenden Käfer sind ein kurzes Sommerereignis. Ob du handeln musst, zeigt der Rasen – mit einer Probegrabung im Spätsommer.

Junikäfer, Maikäfer oder Gartenlaubkäfer?

Im Volksmund heißen mehrere Käfer „Junikäfer“. Größe, Farbe und Flugzeit verraten, wen du vor dir hast – und ob du überhaupt handeln musst.

Junikäfer von oben: gelbbrauner, dicht behaarter Käfer mit gerippten Flügeldecken und kleinen gefächerten Fühlern
Junikäfer von oben: gelbbrauner, dicht behaarter Käfer mit gerippten Flügeldecken und kleinen gefächerten Fühlern

Junikäfer

Amphimallon solstitiale

Größe
14–18 mm, selten bis 20 mm
Erkennungs­merkmal
Gelb- bis hellbraun, Halsschild und Flügeldecken dicht und lang behaart, Flügeldecken mit feinen Längsrippen; keine weißen Dreiecke am Hinterleib
Flugzeit
Mitte Juni bis Mitte Juli, in der Abenddämmerung

Was tun? Die Käfer musst du nicht bekämpfen. Entscheidend sind die Engerlinge im Rasen – mehr dazu bei den Engerlingen.

Steckbrief im Lexikon →
Maikäfer von oben: großer Käfer mit rotbraunen Flügeldecken, dunklem Halsschild, weißen Dreiecksflecken an den Hinterleibsseiten und großen Fühlerfächern
Maikäfer von oben: großer Käfer mit rotbraunen Flügeldecken, dunklem Halsschild, weißen Dreiecksflecken an den Hinterleibsseiten und großen Fühlerfächern

Maikäfer

Melolontha melolontha

Größe
20–30 mm
Erkennungs­merkmal
Deutlich größer; braune Flügeldecken, weiße dreieckige Flecken an den Seiten des Hinterleibs, große Fühlerfächer
Flugzeit
April bis Mai, in der Dämmerung

Was tun? Seine Engerlinge sind die größten im Garten und brauchen drei bis vier, selten fünf Jahre. Mehr dazu beim Maikäfer.

Steckbrief im Lexikon →
Gartenlaubkäfer von oben: kleiner Käfer mit metallisch dunkelgrünem Kopf und Halsschild und braunen Flügeldecken
Gartenlaubkäfer von oben: kleiner Käfer mit metallisch dunkelgrünem Kopf und Halsschild und braunen Flügeldecken

Gartenlaubkäfer

Phyllopertha horticola

Größe
etwa 1 cm
Erkennungs­merkmal
Halsschild dunkelgrün metallisch glänzend, Flügeldecken rotbraun und behaart
Flugzeit
Ende Mai bis Anfang Juli

Was tun? Wird regional auch „Junikäfer“ genannt. Gegen seine kleinen Engerlinge wirken HB-Nematoden am besten. Mehr dazu beim Gartenlaubkäfer.

Steckbrief im Lexikon →
Rosenkäfer von oben: goldgrün metallisch glänzender, breiter Käfer mit kleinen weißen Flecken auf den Flügeldecken
Rosenkäfer von oben: goldgrün metallisch glänzender, breiter Käfer mit kleinen weißen Flecken auf den Flügeldecken
Geschützt

Rosenkäfer

Cetonia aurata

Größe
15–20 mm
Erkennungs­merkmal
Rundum metallisch grün bis goldgrün glänzend, breit und flach, oft mit kleinen weißen Flecken auf den Flügeldecken
Flugzeit
April bis September, tagsüber auf Blüten

Was tun? Nicht bekämpfen: Rosenkäfer sind besonders geschützt. Ihre Larven zersetzen Pflanzenreste im Kompost. Mehr dazu beim Rosenkäfer.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten richtig mit Junikäfern umgehen

  1. Schritt 1: Ruhig bleiben

    Schwärmende Junikäfer stechen nicht und landen nach 20 bis 30 Minuten wieder. Mitte Juli ist die Flugzeit vorbei.

  2. Schritt 2: Käfer bestimmen

    Gelbbraun und behaart = Junikäfer. Grün glänzend = Gartenlaubkäfer oder der geschützte Rosenkäfer. Deutlich größer mit weißen Dreiecken am Hinterleib = Maikäfer.

  3. Schritt 3: Haus abschirmen

    In der Flugzeit abends die Fenster schließen oder ein Fliegengitter nutzen. Verirrte Käfer mit Glas und Karte nach draußen setzen.

  4. Schritt 4: Rasen prüfen

    Im August oder September an mehreren Stellen 25 × 25 cm spatentief probegraben. Wenige Larven verkraftet ein gut versorgter Rasen; ab etwa 50 pro Quadratmeter drohen deutliche Schäden.

  5. Schritt 5: Handeln und vorbeugen

    Bei starkem Befall im August des Flugjahres HB-Nematoden ausbringen – ihre Wirkung gegen Junikäfer ist eingeschränkt. Kahle Stellen nachsäen und in der nächsten Flugzeit nicht zu tief mähen.

Merksätze

  • Junikäfer stechen nicht und schaden dem Haus nicht.
  • Den Schaden machen die Engerlinge im Rasen, nicht die Käfer.
  • Grün glänzende Käfer sind keine Junikäfer – Rosenkäfer sind geschützt.
  • Eine Probegrabung im Spätsommer zeigt, ob du handeln musst.
  • Nematoden wirken gegen Junikäfer-Engerlinge nur eingeschränkt, am besten im August des Flugjahres gegen junge Larven.
  • Junikäfer sind nicht standorttreu: Schäden bleiben am selben Ort oft einmalig.

Häufige Fragen zum Junikäfer

Was ist der Unterschied zwischen Maikäfer und Junikäfer?

Der Junikäfer ist mit 14 bis 18 mm deutlich kleiner als der Maikäfer (20 bis 30 mm), gelbbraun und dicht behaart. Der Maikäfer hat weiße dreieckige Flecken an den Seiten des Hinterleibs und große Fühlerfächer. Auch die Flugzeit unterscheidet sich: Maikäfer fliegen im April und Mai, Junikäfer von Mitte Juni bis Mitte Juli. Bei den Engerlingen hilft die Fortbewegung auf einer glatten Fläche: Junikäfer-Engerlinge laufen in Bauchlage, Maikäfer-Engerlinge bewegen sich auf der Seite liegend.

Sind Junikäfer gefährlich oder schädlich?

Für Menschen sind Junikäfer nicht gefährlich: Sie haben keinen Stachel und fressen Blätter. Ihr Blattfraß an Bäumen und Sträuchern führt selten zu echten Schäden. Schädlich sind ihre Engerlinge, die im Rasen an den Wurzeln fressen – in trockenen Jahren auch großflächig.

Können Junikäfer stechen oder beißen?

Stechen können Junikäfer nicht, sie haben keinen Stachel. Ihre Mundwerkzeuge sind zum Fressen von Blättern gebaut, nicht zum Beißen von Menschen. Landet ein Käfer auf dir, hält er sich höchstens mit den Beinen an Haaren oder Kleidung fest.

Warum fliegen Junikäfer abends auf Menschen zu?

In der Dämmerung fliegen die Käfer auf Umrisse zu: einzeln stehende Bäume, Büsche, Gebäude – und eben auch Menschen. Es sind vor allem Männchen auf der Suche nach Weibchen. Der Flug beginnt etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang und endet nach 20 bis 30 Minuten abrupt.

Wann kommen die Junikäfer?

Von Mitte Juni bis Mitte Juli, mit dem Höhepunkt um die Sonnenwende am 21. Juni – daher auch die Namen Sonnwend- oder Johanniskäfer. Sie fliegen an warmen, windstillen Abenden; Regen und Kälte verzögern den Ausflug.

Wo sind Junikäfer tagsüber?

Nach dem Abendflug landen die Käfer im Gebüsch und an Bäumen, wo sie auch Blätter fressen. Die Weibchen bleiben zum Teil am oder im Boden, wo sie ihre Eier ablegen. Tagsüber sieht man deshalb kaum Junikäfer, an warmen Tagen gibt es aber auch kleinere Schwärmflüge.

Wie lange leben Junikäfer?

Der Käfer lebt nur wenige Wochen: Die Männchen sterben nach der Paarung, die Weibchen nach der Eiablage, spätestens im Juli. Davor hat das Tier meist zwei Jahre als Engerling im Boden verbracht, in kühlen Lagen auch drei.

Was fressen Junikäfer?

Die Käfer fressen Blätter von Bäumen und Sträuchern, zum Beispiel von Ahorn, Eiche, Kirsche, Apfel, Birne, Pappel, Weide, Buche, Liguster und Flieder, aber auch Kiefernnadeln. Die Engerlinge fressen im Boden Wurzeln aller Pflanzen, am liebsten von Gräsern – deshalb leidet vor allem der Rasen.

Gibt es grüne Junikäfer?

Nein, der Junikäfer ist gelb- bis hellbraun. Grün glänzende Käfer im Frühsommer sind meist Gartenlaubkäfer (etwa 1 cm, Halsschild dunkelgrün metallisch, Flügeldecken braun) oder Rosenkäfer (größer, rundum goldgrün). Weil der Gartenlaubkäfer regional ebenfalls „Junikäfer“ heißt, kommt es oft zu Verwechslungen. Rosenkäfer sind besonders geschützt und werden nicht bekämpft.

Was hilft gegen Junikäfer-Engerlinge im Rasen?

Zuerst eine Probegrabung: Eine Bekämpfung lohnt erst bei vielen Larven, ab etwa 50 pro Quadratmeter drohen deutliche Schäden. HB-Nematoden wirken gegen Junikäfer-Engerlinge schwächer als gegen Gartenlaubkäfer – setze sie im August des Flugjahres gegen die jungen Larven ein, bei 12 bis 25 °C Bodentemperatur und feuchtem Boden. Bei Neuanlagen hilft gründliches Fräsen bis Ende September. Danach den Rasen nachsäen und düngen.

Muss ich Junikäfer mit Insektenspray bekämpfen?

Nein. Die Käfer fliegen nur wenige Wochen, ihr Blattfraß führt selten zu echten Schäden und im Haus vermehren sie sich nicht. Ein Spray erreicht außerdem die Larven im Boden nicht. Verirrte Käfer setzt du einfach nach draußen.

Wer frisst Junikäfer?

Viele Tiere: Vögel wie Star, Krähe, Meise, Wiedehopf und Lachmöwe, außerdem Fledermäuse, Igel und Dachs. Den Engerlingen stellen zusätzlich Maulwurf und Wildschwein nach. Auch Pilze, Bakterien, Nematoden sowie parasitische Wespen und Fliegen befallen Junikäfer und ihre Larven.

Rosenkäfer und ihre Larven sind besonders geschützt – nicht bekämpfen. Nematoden sind lebende Nützlinge: nach Packungsanleitung verwenden.

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