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Illustration: Phyllopertha horticola
Aus unserer Insekten-App Phyllopertha horticola

♥ Silberkraft Kollektion

Gartenlaubkäfer bekämpfen & loswerden - Mittel gegen Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer fressen im Frühsommer nur kurz an Rosen und Gehölzen – den Schaden im Rasen machen ab Juli ihre Engerlinge, gegen die HB-Nematoden helfen. Was in deinem Fall sinnvoll ist, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

7 Produkte
Kauf-Ratgeber Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer bekämpfen: Was wirklich hilft

Der Gartenlaubkäfer ist ein etwa 1 cm großer Blatthornkäfer mit metallisch grünem Kopf und rotbraunen Flügeldecken. Die Käfer fressen im Frühsommer nur kurz an Rosen und Laubgehölzen – den eigentlichen Schaden machen ab Juli ihre Larven, die Engerlinge, an den Graswurzeln im Rasen. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Gartenlaubkäfer-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Im Juni schwärmen viele kleine Käfer über Rasen und Hecke

Jetzt vorbeugen statt spritzen

Gartenlaubkäfer fliegen von Ende Mai bis Anfang Juli, meist an sonnigen Vormittagen. Wenn du sie bemerkst, liegt ein Großteil der Eier schon im Boden – die Käfer zu bekämpfen schützt den Rasen kaum. Mäh in dieser Zeit nicht zu kurz und bewässere lückige, sonnige Stellen: Dichter, etwas höherer Rasen ist für die Eiablage wenig attraktiv.

Löcher in Rosenblüten und Blättern

Fraß dauert nur wenige Tage

Für ihren Reifungsfraß fressen die Käfer Löcher in Blüten und Blätter, etwa an Rosen, Obstgehölzen, Birken oder Ebereschen. Nach wenigen Tagen ist es vorbei, Gehölze treiben wieder aus. Einzelne Käfer an Rosen kannst du absammeln. Insektensprays für Haus und Wohnung sind dafür nicht zugelassen – an Pflanzen dürfen nur dafür zugelassene Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, und wir führen dafür keins.

Braune Stellen im Rasen, die Grasnarbe lässt sich abheben

Spatenprobe: Engerlinge zählen

Stich an der Grenze zwischen braunem und grünem Rasen ein Stück von etwa 20 × 20 cm aus und zähl die weißen, C-förmig gekrümmten Larven direkt unter der Grasnarbe. Ab etwa 4 Larven pro Probe – das entspricht rund 100 je m² – lohnt sich eine Behandlung. Wie du die verschiedenen Engerlinge unterscheidest, zeigt unsere Seite zu Engerlingen.

Engerlinge gefunden – Juli bis September

HB-Nematoden ausbringen

Die beste Zeit ist Mitte Juli bis Ende September, solange die Larven jung sind und dicht unter der Oberfläche fressen. Du brauchst rund 500.000 Nematoden pro m² (1 Mio. reicht für 2 m²) und mindestens 12 °C Bodentemperatur. Rasen vorher wässern, die Nematoden morgens oder abends ausgießen und den Boden danach mindestens 2 Wochen feucht halten.

Krähen, Dachse oder Wildschweine wühlen den Rasen auf

Zeichen für viele Engerlinge

Ab dem Spätsommer fressen die großen Larven direkt unter der Grasnarbe und sind leichte Beute für Vögel, Dachse, Wildschweine und Maulwürfe. Bei der Suche nach ihnen zerstören die Tiere die Grasnarbe oft erheblich. Mach eine Spatenprobe und setz bei vielen Larven HB-Nematoden ein – je älter die Larven werden, desto schwieriger wird die Bekämpfung.

Grüner Käfer – Gartenlaubkäfer, Junikäfer oder Japankäfer?

Genau hinschauen

Der Gartenlaubkäfer ist etwa 1 cm groß, hat einen metallisch grünen Kopf und Halsschild und behaarte, rotbraune Flügeldecken. Der Junikäfer ist größer, einfarbig gelbbraun und fliegt in der Dämmerung. Siehst du an den Seiten des Hinterleibs weiße Haarbüschel, kann es der Japankäfer sein – ein Quarantäneschädling, den du dem Pflanzenschutzdienst deines Bundeslandes melden solltest.

Alle Methoden im Vergleich

Gegen den Gartenlaubkäfer zählen zwei Dinge: ein dichter Rasen, der die Eiablage hemmt, und die rechtzeitige Behandlung der jungen Larven im Spätsommer. Gegen die Käfer selbst lässt sich wenig ausrichten – und es ist auch kaum nötig.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
HB-Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) Die winzigen Fadenwürmer dringen in die Engerlinge ein; ein mitgebrachtes Bakterium tötet die Larve innerhalb weniger Tage. Bei feuchtem Boden vermehren sie sich darin und suchen weitere Larven. Mitte Juli bis Ende September, solange die Larven jung sind; ab 12 °C Bodentemperatur Rund 500.000 pro m². Vorher und nachher wässern, den Boden mindestens 2 Wochen feucht halten, morgens oder abends ausbringen. Gegen Junikäfer-Larven wirken sie schwächer – vorher bestimmen.
Dichter Rasen: düngen, wässern, nachsäen Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in lückigen, sonnigen, eher sandigen Rasen. Eine geschlossene, dichte Grasnarbe hemmt die Eiablage. Das ganze Jahr; Nachsaat kahler Stellen im Spätsommer oder Frühherbst Ausgewogen düngen und in Trockenzeiten wässern. Kalk nur, wenn ein Bodentest einen sauren Boden zeigt.
In der Flugzeit nicht zu kurz mähen Etwas höherer Rasen ist für die eiablegenden Weibchen weniger attraktiv – das senkt die Zahl der Larven deutlich. Ende Mai bis Anfang Juli Lückige, sonnige Stellen in dieser Zeit zusätzlich wässern, damit sich der Boden weniger aufheizt.
Spatenprobe Zeigt, ob und wie viele Larven unter der Grasnarbe sitzen. Juli und August an gefährdeten oder verfärbten Stellen Etwa 100 Larven pro m² (4 auf 20 × 20 cm) gelten als Schwelle, ab der sich eine Behandlung lohnt.
Rasen striegeln Junge Larven reagieren empfindlich auf Störungen im Wurzelbereich. Juli und August, ergänzend Allein nicht ausreichend und kein Ersatz für Nematoden bei starkem Befall.
Käfer absammeln oder fangen Entfernt einzelne fressende oder fliegende Käfer. Bei wenigen Käfern an Rosen; Lockstofffallen eher zur Flugüberwachung Schützt den Rasen kaum, weil viele Eier schon im Boden liegen, wenn die Käfer auffallen. Hühner fressen die Käfer gern.
Insektizide Müssten die Larven im Boden oder die Käfer an den Pflanzen treffen. Im Haus- und Kleingarten nicht empfehlenswert An Pflanzen und im Rasen dürfen nur dafür zugelassene Pflanzenschutzmittel verwendet werden – Insektensprays für den Haushalt gehören nicht dazu. Wir führen dafür kein Mittel.

Entwicklung: Ein Jahr vom Ei zum Käfer

Entwicklung des Gartenlaubkäfers: Käfer mit grünem Halsschild und rotbraunen Flügeldecken auf einer Wildrosenblüte, Eier im Boden, C-förmige Engerlinge an den Graswurzeln und Puppe in einer Erdhöhle
Entwicklung des Gartenlaubkäfers: Käfer mit grünem Halsschild und rotbraunen Flügeldecken auf einer Wildrosenblüte, Eier im Boden, C-förmige Engerlinge an den Graswurzeln und Puppe in einer Erdhöhle

Anders als Mai- und Junikäfer braucht der Gartenlaubkäfer nur ein Jahr für seine Entwicklung. Den größten Teil davon verbringt er als Larve im Boden – am besten angreifbar ist er im Spätsommer, solange die Larven jung sind.

  • Käfer: 8 bis 12 mm lang, Kopf und Halsschild metallisch dunkelgrün, Flügeldecken rotbraun und fein behaart. Die Käfer schlüpfen ab Ende Mai nachts aus dem Rasen, schwärmen bis Anfang Juli an sonnigen Vormittagen und leben nur wenige Tage bis gut fünf Wochen.
  • Eiablage: Die Weibchen werden gleich nach dem Schlupf begattet und legen den Großteil ihrer 30 bis 40 Eier noch am Schlupfort 5 bis 16 cm tief in den Boden. Nach dem Fraß an Gehölzen folgt eine zweite Eiablage, auch einige Kilometer entfernt.
  • Larven: Rund drei Wochen später schlüpfen die Engerlinge. Ab dem zweiten Larvenstadium fressen sie an Graswurzeln; die Hauptschäden entstehen von Ende Juli bis Mitte Oktober. Ausgewachsen sind sie knapp 3 cm lang.
  • Überwinterung: Ab Mitte Oktober ziehen sich die Larven bis zu 40 cm tief in den Boden zurück. Im Frühjahr fressen sie nicht mehr.
  • Puppe: Im April verpuppen sie sich in einer kleinen Erdhöhle, etwa 20 cm tief. Nach rund vier Wochen schlüpfen die neuen Käfer.

Daraus folgt: Die beste Zeit für Nematoden ist Mitte Juli bis September – dann sind die Larven jung und fressen dicht unter der Oberfläche.

Gartenlaubkäfer erkennen – und mit wem man ihn verwechselt

Grüne oder braune Käfer im Frühsommer sind nicht immer Gartenlaubkäfer. Der Junikäfer ist deutlich größer, der Rosenkäfer ist geschützt, und den Japankäfer solltest du melden.

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) von oben, grüner Halsschild und rotbraune Flügeldecken
Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) von oben, grüner Halsschild und rotbraune Flügeldecken

Gartenlaubkäfer

Phyllopertha horticola

Größe
8–12 mm
Erkennungs­merkmal
Kopf und Halsschild metallisch dunkelgrün, Flügeldecken rotbraun und fein behaart; keine weißen Haarbüschel
Vorkommen
Schwärmt Ende Mai bis Anfang Juli an sonnigen Vormittagen; Larven in lückigem, sonnigem Rasen

Was tun? Rasen dicht halten, im Juli und August Spatenprobe machen und die Larven mit HB-Nematoden behandeln.

Steckbrief im Lexikon →
Junikäfer (Amphimallon solstitiale) von oben, gelbbraun mit stark behaartem Halsschild
Junikäfer (Amphimallon solstitiale) von oben, gelbbraun mit stark behaartem Halsschild

Junikäfer

Amphimallon solstitiale

Größe
14–18 mm
Erkennungs­merkmal
Einfarbig gelb- bis hellbraun ohne Metallglanz, Halsschild dicht und lang behaart
Vorkommen
Schwärmt ab Mitte Juni in der Dämmerung um Bäume; die Larven entwickeln sich mehr als ein Jahr im Boden

Was tun? Seine Larven sprechen auf HB-Nematoden schlechter an. Mehr auf unserer Junikäfer-Seite.

Steckbrief im Lexikon →
Japankäfer (Popillia japonica) von oben, grüner Halsschild, kupferbraune Flügeldecken und weiße Haarbüschel an den Seiten
Japankäfer (Popillia japonica) von oben, grüner Halsschild, kupferbraune Flügeldecken und weiße Haarbüschel an den Seiten

Japankäfer

Popillia japonica

Größe
ca. 1 cm
Erkennungs­merkmal
Kopf und Halsschild metallisch grün, Flügeldecken kupferbraun; je fünf weiße Haarbüschel an den Seiten und zwei am Hinterende
Vorkommen
EU-Quarantäneschädling, breitet sich in Norditalien und der Schweiz aus; frisst an sehr vielen Pflanzenarten

Was tun? Bei Verdacht nicht selbst bekämpfen: Käfer fotografieren und dem Pflanzenschutzdienst deines Bundeslandes melden.

Steckbrief im Lexikon →
Rosenkäfer (Cetonia aurata) von oben, metallisch goldgrün mit kleinen weißen Flecken
Rosenkäfer (Cetonia aurata) von oben, metallisch goldgrün mit kleinen weißen Flecken
Besonders geschützt

Rosenkäfer

Cetonia aurata

Größe
14–20 mm
Erkennungs­merkmal
Metallisch goldgrün glänzend, flacher Rücken, oft kleine weiße Querflecken auf den Flügeldecken
Vorkommen
An sonnigen Tagen auf Blüten, z. B. Rosen und Holunder; Larven im Kompost und in morschem Holz

Was tun? Nicht bekämpfen: Der Rosenkäfer ist besonders geschützt, seine Larven zersetzen Kompost. Wie du sie von schädlichen Engerlingen unterscheidest, zeigt unsere Engerlinge-Seite.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten gegen den Gartenlaubkäfer

  1. Schritt 1: Käfer bestimmen

    Etwa 1 cm groß, grüner Kopf, rotbraune behaarte Flügeldecken, Flug Ende Mai bis Anfang Juli an sonnigen Vormittagen: Das ist der Gartenlaubkäfer. Weiße Haarbüschel an den Seiten deuten auf den Japankäfer – dann den Pflanzenschutzdienst informieren.

  2. Schritt 2: In der Flugzeit vorbeugen

    Mäh von Ende Mai bis Anfang Juli nicht zu kurz und bewässere lückige, sonnige Stellen. Den Fraß an Rosen und Gehölzen musst du nicht bekämpfen; einzelne Käfer kannst du absammeln.

  3. Schritt 3: Im Juli und August Spatenprobe machen

    Stich an gefährdeten oder verfärbten Stellen ein Stück Rasen von 20 × 20 cm aus und zähl die Larven. Ab etwa 4 Larven pro Probe – rund 100 je m² – lohnt sich eine Behandlung.

  4. Schritt 4: Nematoden ausbringen

    Von Mitte Juli bis Ende September bei mindestens 12 °C Bodentemperatur: Rasen wässern, HB-Nematoden mit Gießkanne oder Spritze ausbringen (500.000 pro m²), danach gut wässern und den Boden mindestens 2 Wochen feucht halten.

  5. Schritt 5: Rasen dicht machen

    Säe kahle Stellen im Spätsommer oder Frühherbst nach und dünge den Rasen ausgewogen. Eine dichte Grasnarbe ist für die Eiablage im nächsten Jahr wenig attraktiv.

Merksätze

  • Den Schaden machen die Larven im Rasen, nicht die Käfer an den Rosen.
  • Wenn die Käfer fliegen, liegen viele Eier schon im Boden – Käfer zu bekämpfen schützt den Rasen kaum.
  • Beste Zeit für Nematoden: Mitte Juli bis September, solange die Larven jung sind.
  • Dichter, nicht zu kurz gemähter Rasen hemmt die Eiablage.
  • Weiße Haarbüschel an den Seiten? Möglicher Japankäfer – melden statt bekämpfen.

Häufige Fragen zum Gartenlaubkäfer

Was hilft gegen Gartenlaubkäfer?

Bekämpft werden am besten die Larven im Rasen: mit HB-Nematoden von Mitte Juli bis Ende September, solange die Larven jung sind. Vorbeugend helfen ein dichter Rasen, in der Flugzeit nicht zu kurz zu mähen und lückige Stellen zu wässern. Den Fraß der Käfer an Rosen und Gehölzen musst du nicht bekämpfen. Hausmittel gegen die Käfer schützen den Rasen nicht. Insektizide empfehlen wir dafür nicht, wir führen dafür auch kein Mittel.

Ist der Gartenlaubkäfer giftig oder gefährlich?

Nein. Gartenlaubkäfer sind für Menschen und Haustiere nicht giftig, sie beißen und stechen nicht. Hühner fressen die Käfer sogar gern. Schaden richten sie nur an Pflanzen an – vor allem ihre Larven an den Graswurzeln im Rasen.

Hilft eine Gartenlaubkäfer-Falle?

Lockstofffallen fangen fliegende Käfer und werden vor allem genutzt, um den Flug zu überwachen. Den Rasen schützen sie kaum: Die Weibchen legen den Großteil ihrer Eier direkt nach dem Schlupf ab, oft bevor die Käfer überhaupt auffallen. Wirksamer sind ein dichter Rasen und HB-Nematoden gegen die jungen Larven im Spätsommer.

Wann setze ich Nematoden gegen Gartenlaubkäfer ein?

Von Mitte Juli bis Ende September, wenn die Larven noch jung sind und dicht unter der Grasnarbe fressen. Der Boden muss mindestens 12 °C warm sein. Bring die Nematoden morgens oder abends aus und halte den Boden danach mindestens 2 Wochen feucht. Im Frühjahr ist eine Behandlung wenig sinnvoll: Dann fressen die Larven nicht mehr und liegen tief im Boden.

Was ist der Unterschied zwischen Gartenlaubkäfer und Junikäfer?

Der Gartenlaubkäfer ist mit 8 bis 12 mm deutlich kleiner, hat einen metallisch grünen Kopf und Halsschild und fliegt an sonnigen Vormittagen von Ende Mai bis Anfang Juli. Der Junikäfer wird 14 bis 18 mm groß, ist einfarbig gelbbraun und stark behaart und schwärmt ab Mitte Juni in der Dämmerung. Seine Larven brauchen mehr als ein Jahr, die des Gartenlaubkäfers nur eines. Oft wird der Gartenlaubkäfer fälschlich Junikäfer genannt.

Wie lange lebt ein Gartenlaubkäfer?

Die Käfer selbst leben nur wenige Tage bis gut fünf Wochen. Die ganze Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert ein Jahr – den größten Teil davon verbringt der Gartenlaubkäfer als Larve im Boden.

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