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Illustration: Melolontha melolontha
Aus unserer Insekten-App Melolontha melolontha

♥ Silberkraft Kollektion

Maikäfer

Maikäfer erkennen und seine Engerlinge im Garten in Schach halten: Bestimmen, Vorbeugen im Flugjahr und passende Produkte für Rasen und Boden. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

7 Produkte
Ratgeber Maikäfer

Maikäfer erkennen: Was hilft im Garten wirklich?

Der Maikäfer ist für Menschen ungefährlich und frisst als Käfer nur wenige Wochen an Laubbäumen. Schaden richten vor allem seine Larven an, die Engerlinge: Sie leben drei bis vier Jahre im Boden und fressen Wurzeln. Gegen Maikäfer-Engerlinge gibt es im Hausgarten kein einfaches Mittel – entscheidend sind das richtige Bestimmen, das Flugjahr und vorbeugende Maßnahmen. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich, die Unterschiede zu Junikäfer und Co. und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Maikäfer-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Im Frühjahr fressen viele braune Käfer an Eichen, Obst- oder Walnussbäumen

Meist gelassen bleiben: Die Bäume treiben neu aus

Frisch geschlüpfte Maikäfer fressen einige Wochen an jungen Blättern von Laubbäumen. Gesunde Bäume bilden im Juni mit dem Johannistrieb neue Blätter. Nach starkem Kahlfraß bleiben sie aber geschwächt, und bei Kirschen, Zwetschgen oder Walnüssen kann die Ernte geringer ausfallen. Kleine Bäume kannst du am kühlen Morgen abschütteln. Wichtiger ist, was danach im Boden passiert – die Weibchen legen ihre Eier in die umliegenden Flächen. Schütze deshalb in diesem Jahr Gemüsebeete und Neupflanzungen (siehe unten).

Ist das ein Maikäfer oder ein Junikäfer?

Größe, Farbe und Flugzeit vergleichen

Der Maikäfer ist 2 bis 3 cm groß, hat rotbraune Flügeldecken, ein dunkles Halsschild, große Fächerfühler und weiße Dreiecke an den Körperseiten. Er fliegt vor allem Ende April bis Ende Mai. Der Junikäfer ist mit 1,4 bis 1,8 cm deutlich kleiner, gelbbraun, stark behaart, hat keine weißen Dreiecke und fliegt im Juni und Juli an warmen Abenden. Mehr zum kleineren Verwandten: Junikäfer.

Große, gekrümmte Larven im Rasen oder Beet

Erst die Art bestimmen, dann gezielt handeln

Lege die Larve auf eine glatte Fläche: Maikäfer-Engerlinge werden bis etwa 6 cm lang und bewegen sich nur auf der Seite liegend. Gegen sie wirken Nematoden kaum. Im Beet sammelst du sie beim Umgraben ab. Kleinere Engerlinge, die auf ihren Beinen davonlaufen, stammen meist von Gartenlaubkäfer oder Junikäfer – gegen den Gartenlaubkäfer helfen HB-Nematoden gut. Alles zum Bestimmen und Bekämpfen: Engerlinge bekämpfen.

Gemüsebeet, Erdbeeren oder Neupflanzung im Maikäferjahr

Fläche während der Flugzeit mit einem Netz abdecken

Ein engmaschiges Kulturschutznetz oder Vlies hindert die Weibchen daran, ihre Eier in den Boden zu legen. Lege es aus, bevor die Käfer zur Eiablage zurückfliegen – also gleich zu Beginn der Flugzeit Ende April bis Mai – und schließe die Ränder dicht. Neue Gehölze und Beete legst du in Flugjahren am besten erst nach dem Ende der Eiablage an.

Maikäfer fliegen abends ans Fenster oder ins Haus

Kein Grund zur Sorge: einfach hinaustragen

Maikäfer fliegen in der Abenddämmerung und lassen sich von Licht anlocken. Sie stechen nicht, haben kein Gift und richten im Haus keinen Schaden an. Setze verirrte Käfer draußen an einen Busch oder Baum.

Ein Maikäferjahr ist angekündigt oder der Rasen hat kahle Stellen

Grasnarbe dicht halten, Lücken schließen

Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in lückige, kurz gemähte Flächen; dichte, höhere Bestände meiden sie. Mähe deshalb während der Flugzeit nicht zu kurz und schließe kahle Stellen durch Nachsaat. Ein Rasendünger hilft dem Rasen, Wurzelfraß auszugleichen – Engerlinge tötet er nicht. Kalk nur, wenn ein Bodentest einen sauren Boden zeigt.

Alle Methoden im Vergleich

Gegen Maikäfer-Engerlinge ist in Deutschland kein Bodeninsektizid zugelassen, und auch Nematoden helfen bei dieser Art kaum. Im Hausgarten setzt du deshalb auf Bestimmen, Vorbeugen im Flugjahr und mechanische Maßnahmen – und darauf, die Grasnarbe kräftig zu halten.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Bestimmen (Käfer und Larve) Größe, Farbe und Flugzeit des Käfers sowie die Fortbewegung der Larve auf einer glatten Fläche verraten die Art. Bei jedem Fund – vor jeder Maßnahme Maikäfer-Engerling: liegt auf der Seite. Junikäfer und Gartenlaubkäfer: laufen auf den Beinen. Rosenkäfer: kriecht auf dem Rücken, ist geschützt.
Probegrabung An mehreren Stellen ein Stück Boden von etwa 25 × 25 cm spatentief ausheben und die Engerlinge zählen. Im Spätsommer oder Frühjahr, um den Befall einzuschätzen Als kritisch gelten in Wiesen etwa 10 bis 40 Engerlinge pro m², im Gemüsebeet schon 2 bis 3. Im Winter sitzen die Larven zu tief.
Netz oder Vlies über Beeten Die Abdeckung hindert die Weibchen daran, ihre Eier in den Boden zu legen. Gemüse, Erdbeeren und Neupflanzungen in Maikäferjahren Vor dem Eiablageflug auslegen, Ränder dicht schließen. Nur auf Flächen ohne Engerlinge sinnvoll: Käfer, die unter dem Netz schlüpfen, können trotzdem Eier legen.
Rasen dicht halten, später mähen Die Weibchen meiden dichte, höhere Bestände und legen ihre Eier lieber in lückige, frisch gemähte Flächen. Vorbeugend in Flugjahren, während der Flugzeit im April und Mai Wiesen erst nach dem Flug mähen, Rasen nicht zu kurz schneiden, Lücken vorher durch Nachsaat schließen.
Umgraben oder Fräsen Junge Engerlinge sind empfindlich und werden durch Bodenbearbeitung getötet oder an die Oberfläche gebracht. Beete und Neuanlagen im Flugjahr, ab dem Schlupf der Larven im Sommer bis September Wirkt am besten bei jungen Larven nahe der Oberfläche und nur in der Arbeitstiefe; ein zweiter Durchgang quer verbessert das Ergebnis. Ältere Larven erfasst es schlechter.
Käfer absammeln Käfer an kleinen Bäumen und Sträuchern abschütteln und einsammeln. Junge Obstbäume und Sträucher im Flugjahr Verringert den Blattfraß an einzelnen Bäumen. Gegen Engerlinge im Boden sind Netz, dichte Grasnarbe und Bodenbearbeitung wirksamer.
HB-Nematoden Winzige Fadenwürmer dringen in Engerlinge ein und töten sie. Gegen Gartenlaubkäfer-Engerlinge im Rasen gut geeignet Gegen Maikäfer-Engerlinge kaum wirksam. Vorher bestimmen, ob es sich wirklich um Maikäfer handelt.
Insektizide und Pilzpräparate Chemische Mittel gegen Käfer oder Larven, Pilzgerste gegen Engerlinge. Im Hausgarten nicht vorgesehen Gegen Engerlinge ist kein Bodeninsektizid zugelassen; Pilzpräparate gegen Maikäfer-Engerlinge sind im Haus- und Kleingarten nicht zugelassen. Pflanzenschutzmittel nur einsetzen, wenn das Etikett genau diese Anwendung erlaubt.

Drei bis vier Jahre im Boden: So entwickelt sich der Maikäfer

Querschnitt durch Wiese und Boden unter einem Laubbaum: oben ein brauner Maikäfer mit Fächerfühlern an einem Blatt, im Boden ein Häufchen gelblicher Eier, darunter gekrümmte weiße Engerlinge in drei Größen an den Wurzeln und tief im Boden eine Puppe in einer Erdhöhle
Querschnitt durch Wiese und Boden unter einem Laubbaum: oben ein brauner Maikäfer mit Fächerfühlern an einem Blatt, im Boden ein Häufchen gelblicher Eier, darunter gekrümmte weiße Engerlinge in drei Größen an den Wurzeln und tief im Boden eine Puppe in einer Erdhöhle

Der Maikäfer lebt die meiste Zeit unsichtbar als Engerling im Boden. Weil sich die Tiere einer Region meist im gleichen Takt entwickeln, fliegen sie nur alle paar Jahre in großer Zahl – in den sogenannten Maikäferjahren.

  • Flug und Reifungsfraß: Die Käfer graben sich im späten April oder Mai bei milder, trockener Witterung aus dem Boden, meist in der Abenddämmerung. Sie fliegen zu Waldrändern und Bäumen und fressen dort einige Wochen an jungen Blättern.
  • Eiablage: Nach der Paarung fliegen die Weibchen meist zu den Flächen zurück, aus denen sie stammen, und legen ihre Eier in mehreren Portionen etwa 10 bis 40 cm tief in lückig bewachsenen Boden – insgesamt einige Dutzend. Danach sterben sie. Insgesamt leben die Käfer über der Erde nur etwa vier bis sieben Wochen.
  • Engerlinge: Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen die Larven. Im ersten Stadium fressen sie kaum, ab dem zweiten Stadium Wurzeln aller Art. Im Winter ziehen sie sich bis in 0,5 bis 1,5 m Tiefe zurück und kommen im Frühjahr wieder nach oben. Am meisten frisst das dritte Larvenstadium.
  • Puppe und Jungkäfer: Im Sommer des letzten Jahres verpuppt sich der Engerling in 30 bis 40 cm Tiefe. Der fertige Käfer bleibt bis zum nächsten Frühjahr im Boden – dann beginnt das Flugjahr. Je nach Region und Witterung dauert der ganze Zyklus drei bis vier, selten fünf Jahre.

Daraus folgt: Das Flugjahr ist der beste Zeitpunkt zum Handeln. Wer dann Beete abdeckt, die Eiablage erschwert und junge Larven im Spätsommer mechanisch erfasst, verhindert Schäden in den Folgejahren.

Maikäfer oder ein anderer Blatthornkäfer?

Im Garten werden mehrere braune oder grüne Käfer als „Maikäfer“ bezeichnet. Das Bestimmen lohnt sich: Manche sind geschützt, andere schaden kaum.

Feldmaikäfer: brauner Käfer mit rotbraunen Flügeldecken, dunklem Halsschild, weißen Dreiecken an der Körperseite und großen fächerförmigen Fühlern
Feldmaikäfer: brauner Käfer mit rotbraunen Flügeldecken, dunklem Halsschild, weißen Dreiecken an der Körperseite und großen fächerförmigen Fühlern

Feldmaikäfer

Melolontha melolontha

Größe
2–3 cm, Engerling bis ca. 6 cm
Erkennungs­merkmal
Rotbraune Flügeldecken, dunkles Halsschild, weiße Dreiecke an den Körperseiten. Hinterleibsende lang und spitz ausgezogen. Männchen mit großen Fächerfühlern aus sieben Blättchen
Vorkommen
Felder, Wiesen, Gärten und Obstanlagen; Käfer fressen an Laub- und Obstbäumen

Was tun? Im Flugjahr Beete abdecken und den Rasen dicht halten. Gegen die Engerlinge wirken Nematoden kaum.

Steckbrief im Lexikon →
Waldmaikäfer: brauner Maikäfer mit Fächerfühlern und kurzem, an der Spitze verdicktem Hinterleibsende
Waldmaikäfer: brauner Maikäfer mit Fächerfühlern und kurzem, an der Spitze verdicktem Hinterleibsende

Waldmaikäfer

Melolontha hippocastani

Größe
2–2,6 cm, Engerling bis ca. 6 cm
Erkennungs­merkmal
Sieht dem Feldmaikäfer sehr ähnlich, ist aber etwas kleiner. Das Hinterleibsende ist kürzer und an der Spitze knopfartig verdickt
Vorkommen
Wälder und Waldränder auf lockeren Sandböden; Käfer fressen vor allem an Eichen, Buchen und Hainbuchen

Was tun? Im Garten selten ein Problem. Bei Engerlingen am Waldrand gelten dieselben Maßnahmen wie beim Feldmaikäfer.

Junikäfer: kleiner, gelbbrauner, dicht behaarter Käfer mit kleinen Fühlerfächern
Junikäfer: kleiner, gelbbrauner, dicht behaarter Käfer mit kleinen Fühlerfächern

Junikäfer

Amphimallon solstitiale

Größe
1,4–1,8 cm, Engerling bis ca. 5 cm
Erkennungs­merkmal
Kleiner als der Maikäfer, gelbbraun und auffallend dicht behaart, ohne weiße Dreiecke, mit kleinen Fühlerfächern. Fliegt im Juni und Juli an warmen Abenden in Schwärmen
Vorkommen
Rasen, Wiesen und Gärten, vor allem auf leichten, sonnigen Böden

Was tun? Seine Engerlinge laufen auf den Beinen. Mehr dazu: Junikäfer.

Steckbrief im Lexikon →
Walker: großer brauner Käfer mit weiß marmorierten Flügeldecken und sehr großen, gebogenen Fächerfühlern
Walker: großer brauner Käfer mit weiß marmorierten Flügeldecken und sehr großen, gebogenen Fächerfühlern
Geschützt

Walker

Polyphylla fullo

Größe
2,5–3,6 cm
Erkennungs­merkmal
Meist größer als der Maikäfer, braun mit auffälliger weißer Marmorierung auf den Flügeldecken. Männchen mit sehr großen, gebogenen Fühlerfächern
Vorkommen
Sandige Gebiete wie Dünen und lichte Kiefernwälder; fliegt im Hochsommer

Was tun? Nicht fangen oder töten: Der Walker ist selten und besonders geschützt.

Steckbrief im Lexikon →
Rosenkäfer: metallisch grün glänzender Käfer mit kleinen weißen Flecken auf den Flügeldecken
Rosenkäfer: metallisch grün glänzender Käfer mit kleinen weißen Flecken auf den Flügeldecken
Geschützt

Rosenkäfer („grüner Maikäfer“)

Cetonia aurata

Größe
1,4–2 cm, Engerling bis ca. 5 cm
Erkennungs­merkmal
Metallisch grün bis goldgrün glänzend mit kleinen weißen Querflecken; fliegt tagsüber und sitzt gern auf Blüten. Seine dicke Larve kriecht auf dem Rücken
Vorkommen
Blüten von Rosen, Holunder und Obstgehölzen; Larven im Kompost und in morschem Holz

Was tun? Nicht bekämpfen: Rosenkäfer sind besonders geschützt, ihre Larven zersetzen Pflanzenreste im Kompost.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten gegen Maikäfer-Schäden

  1. Schritt 1: Bestimmen

    Prüfe, ob es wirklich ein Maikäfer ist – und keine geschützte Art wie Walker oder Rosenkäfer. Bei Larven hilft der Test auf einer glatten Fläche: Maikäfer-Engerlinge liegen auf der Seite.

  2. Schritt 2: Befall einschätzen

    Hebe im Spätsommer oder Frühjahr an mehreren Stellen ein Stück Boden von 25 × 25 cm spatentief ab und zähle die Larven. In Wiesen gelten etwa 10 bis 40 Engerlinge pro m² als kritisch, im Gemüsebeet schon 2 bis 3.

  3. Schritt 3: Im Flugjahr die Eiablage erschweren

    Gemüse- und Erdbeerbeete zu Beginn der Flugzeit mit einem engmaschigen Netz abdecken. Rasen und Wiesen während der Flugzeit nicht kurz mähen, Neupflanzungen erst nach der Eiablage anlegen.

  4. Schritt 4: Junge Larven erfassen

    Beete und Flächen für Neuanlagen im Flugjahr zwischen Juli und September gründlich umgraben oder fräsen, solange die Larven jung sind und nah an der Oberfläche sitzen. Gefundene Engerlinge absammeln.

  5. Schritt 5: Rasen stärken und reparieren

    Kahle Stellen ausrechen, nachsäen und düngen. Eine dichte Grasnarbe gleicht Wurzelfraß besser aus und ist für die Eiablage weniger attraktiv.

Merksätze

  • Der Maikäfer ist für Menschen ungefährlich – den Schaden machen seine Engerlinge im Boden.
  • Das Flugjahr ist der wichtigste Zeitpunkt: Eiablage erschweren, Beete abdecken.
  • Gegen Maikäfer-Engerlinge wirken Nematoden kaum; gegen Gartenlaubkäfer-Engerlinge gut.
  • Junge Larven lassen sich im Sommer des Flugjahres durch Bodenbearbeitung gut erfassen, ältere kaum.
  • Walker und Rosenkäfer sehen ähnlich aus, sind aber besonders geschützt.

Häufige Fragen zum Maikäfer

Was ist der Unterschied zwischen Maikäfer und Junikäfer?

Der Maikäfer ist mit 2 bis 3 cm deutlich größer, hat rotbraune Flügeldecken, ein dunkles Halsschild, weiße Dreiecke an den Körperseiten und große Fächerfühler. Er fliegt vor allem Ende April bis Ende Mai. Der Junikäfer ist 1,4 bis 1,8 cm groß, gelbbraun, dicht behaart, hat keine weißen Dreiecke und kleinere Fühlerfächer; er fliegt im Juni und Juli. Auch die Engerlinge unterscheiden sich: Die des Maikäfers liegen auf einer glatten Fläche auf der Seite, die des Junikäfers laufen auf ihren Beinen.

Wie lange lebt ein Maikäfer?

Als Käfer nur etwa vier bis sieben Wochen: Nach dem Ausgraben im Frühjahr fressen die Käfer an Blättern, paaren sich, die Weibchen legen ihre Eier und sterben danach. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt der Maikäfer aber als Engerling im Boden – je nach Region und Witterung drei bis vier, selten fünf Jahre.

Wann fliegen Maikäfer?

Je nach Witterung von Mitte oder Ende April bis Ende Mai, vereinzelt bis in den Juni. Sie verlassen den Boden bei milder, trockener Witterung, meist in der Abenddämmerung. Weil sich die Tiere einer Region im gleichen Takt entwickeln, gibt es alle drei bis vier Jahre ein Maikäferjahr mit besonders vielen Käfern – dazwischen sieht man nur wenige.

Was fressen Maikäfer?

Die Käfer fressen Blätter von Laubbäumen, bevorzugt junges Laub von Eiche, Buche, Ahorn und Rosskastanie, der Feldmaikäfer auch von Obst- und Walnussbäumen. Die Engerlinge fressen im Boden an Wurzeln aller Art, anfangs vor allem von Gräsern, später auch von Gemüse, Erdbeeren und jungen Gehölzen.

Sind Maikäfer gefährlich? Können sie beißen?

Nein. Maikäfer stechen nicht, haben kein Gift und ihre Mundwerkzeuge sind zum Zerkleinern von Blättern gebaut – für Menschen sind sie ungefährlich. Ein Schaden entsteht nur im Garten und in der Landwirtschaft, vor allem durch den Wurzelfraß der Engerlinge.

Wie groß ist ein Maikäfer?

Feldmaikäfer werden 2 bis 3 cm groß, Waldmaikäfer 2 bis 2,6 cm. Die Engerlinge erreichen im letzten Larvenstadium bis etwa 6 cm und sind damit die größten Engerlinge im Garten.

Was ist ein grüner Maikäfer?

Einen grünen Maikäfer gibt es nicht. Meist ist der Rosenkäfer gemeint: metallisch grün bis goldgrün, 1,4 bis 2 cm groß, tagsüber auf Blüten unterwegs. Er ist besonders geschützt, und seine Larven helfen im Kompost beim Zersetzen. Kleinere Käfer mit grün schillerndem Kopf und braunen Flügeldecken sind Gartenlaubkäfer – mehr dazu unter Gartenlaubkäfer.

Wie erkenne ich einen Maikäfer-Engerling?

Maikäfer-Engerlinge sind C-förmig gekrümmt, weißlich mit brauner Kopfkapsel und sechs kräftigen, behaarten Beinen; ausgewachsen werden sie bis etwa 6 cm lang. Auf einer glatten Fläche bleiben sie auf der Seite liegen. Rosenkäfer-Larven kriechen dagegen auf dem Rücken, Junikäfer- und Gartenlaubkäfer-Larven laufen auf den Beinen.

Was hilft gegen Maikäfer-Engerlinge?

Im Hausgarten vor allem Vorbeugen und mechanische Maßnahmen: im Flugjahr Beete mit einem engmaschigen Netz abdecken, den Rasen dicht halten und während der Flugzeit nicht kurz mähen, Beete im Sommer und Frühherbst des Flugjahres umgraben und Engerlinge absammeln. Ein zugelassenes Bodeninsektizid gegen Engerlinge gibt es nicht, und Pilzpräparate gegen Maikäfer-Engerlinge sind im Haus- und Kleingarten nicht zugelassen.

Helfen Nematoden gegen Maikäfer-Engerlinge?

Kaum. HB-Nematoden wirken gut gegen die kleineren Engerlinge des Gartenlaubkäfers und schwächer gegen Junikäfer-Engerlinge, gegen Maikäfer-Engerlinge aber nur sehr begrenzt. Bestimme die Larven deshalb vor dem Kauf. Was gegen welche Engerlinge hilft, findest du unter Engerlinge bekämpfen.

Ist der Maikäfer geschützt?

Nein, der Maikäfer selbst ist in Deutschland nicht geschützt. Geschützt sind aber ähnliche Arten wie der Walker und der Rosenkäfer. Pflanzenschutzmittel gegen die Käfer sind im Hausgarten nur einsetzbar, wenn sie genau dafür zugelassen sind – meist ist das gar nicht nötig, weil Bäume nach dem Fraß neu austreiben.

Warum gibt es heute weniger Maikäfer als früher?

Seit etwa 1960 ist der Maikäfer stark zurückgegangen, vor allem durch den früheren großflächigen Einsatz von Insektiziden wie DDT. In einigen Regionen, etwa der Oberrheinebene und der hessischen Rhein-Main-Ebene, ist er aber weiterhin häufig und hat regelmäßige Flugjahre. Etwa alle 30 bis 45 Jahre kann es zu Massenvermehrungen kommen.

Walker und Rosenkäfer sind besonders geschützt – nicht fangen oder töten. Pflanzenschutzmittel nur einsetzen, wenn das Etikett die Anwendung im Haus- und Kleingarten erlaubt.

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