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♥ Silberkraft Kollektion

Krautfäule bekämpfen & loswerden

Kraut- und Braunfäule an Tomaten und Kartoffeln vorbeugen und eindämmen: Regendach, Abstand, widerstandsfähige Sorten und ein Mittel für Tomaten im Gewächshaus. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

1 Produkt
Kauf-Ratgeber Krautfäule

Krautfäule bei Tomaten und Kartoffeln: Was wirklich hilft

Die Kraut- und Braunfäule befällt Tomaten und Kartoffeln vor allem in regenreichen Sommern. Entscheidend ist, dass die Blätter trocken bleiben – ein Regendach verhindert Blattinfektionen meist sehr wirkungsvoll. Hier findest du die Schnellwahl, alle Maßnahmen im Vergleich und einen 5-Schritte-Plan.

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Braune Flecken an Tomatenblättern

Krautfäule erkennen

Typisch sind unscharfe, bräunliche Flecken mit blassgrünem Saum, meist zuerst an älteren Blättern; später werden sie schwarzbraun. Bei feuchtem Wetter siehst du auf der Blattunterseite am Rand der Flecken einen zarten weißen Pilzrasen. Am Stängel entstehen große braunschwarze Flecken, die Früchte werden fleckig, hart und runzelig.

Tomaten im Freiland

Regendach und Abstand zu Kartoffeln

Im Freiland tritt die Krankheit häufig auf, im Gewächshaus seltener. Ein Regendach verhindert Blattinfektionen meist sehr wirkungsvoll. Pflanze Tomaten weit entfernt von Kartoffeln, gieß nur am Boden, geize regelmäßig aus und entferne die unteren Blätter. Ein für Freiland-Tomaten zugelassenes Mittel gegen Krautfäule führen wir nicht.

Tomaten im Gewächshaus

Lüften und früh behandeln

Lüfte regelmäßig, damit die Blätter abtrocknen, und entferne befallene Blätter sofort. Fungisan Gemüse-Pilzfrei ist gegen Kraut- und Braunfäule an Tomaten im Gewächshaus zugelassen. Es schützt vor allem noch gesunde Pflanzenteile – setz es deshalb früh bei Befallsgefahr ein; höchstens 2 Behandlungen, Wartezeit 3 Tage.

Kartoffeln mit braunen Blättern

Kraut- und Knollenfäule

Verwende gesundes, möglichst zertifiziertes Pflanzgut statt eigener Knollen, wähle frühe Sorten und keime die Knollen vor – so wächst die Pflanze, bevor die Krankheit kommt. Ist der ganze Bestand befallen, entferne das Kraut, damit der Pilz nicht in die Knollen wächst. Ein für Kartoffeln zugelassenes Mittel führen wir derzeit nicht.

Nach mehreren Regentagen

Jetzt genau kontrollieren

Für eine Infektion braucht der Erreger mehrere Stunden Wasser auf dem Blatt oder über 90 % Luftfeuchtigkeit; erste Flecken zeigen sich zwei bis drei Tage später. An Kartoffeln musst du etwa ab Mitte Juni damit rechnen, an Tomaten meist ab Ende Juni.

Befallene Pflanzen und Knollen

Aus dem Garten entfernen

Entferne befallene Blätter und Pflanzenteile frühzeitig. Infiziertes Material, besonders Kartoffelknollen, gehört nicht auf den Kompost – gib es in den Restmüll. Ernte Kartoffeln gründlich, damit keine Knollen im Boden zurückbleiben, in denen der Erreger überwintert.

Alle Maßnahmen im Vergleich

Gegen die Krautfäule gibt es kein Mittel, das befallene Pflanzen wieder gesund macht. Am meisten erreichst du, wenn die Blätter gar nicht erst lange nass werden.

MaßnahmeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Regendach oder Gewächshaus Ohne Regen auf den Blättern kann der Erreger kaum infizieren. Tomaten, ab dem Auspflanzen Das Dach soll die Blätter vor Regen schützen, aber Luft durchlassen. Im Gewächshaus regelmäßig lüften.
Abstand zu Kartoffeln Die Sporen kommen oft von befallenen Kartoffeln. Bei der Beetplanung Tomaten und Kartoffeln möglichst weit voneinander entfernt anbauen.
Richtig gießen und ausgeizen Trockene Blätter und ein luftiger Bestand senken das Risiko. Die ganze Saison Nur am Boden gießen, großzügig pflanzen, Seitentriebe regelmäßig ausgeizen und die unteren Blätter rechtzeitig entfernen.
Widerstandsfähige Sorten Manche Sorten werden deutlich seltener oder später befallen. Beim Kauf von Saatgut und Jungpflanzen Bei Tomaten zum Beispiel ‚Vitella‘, ‚Philona‘ oder ‚Philovita‘; bei Kartoffeln frühe Sorten und gesundes Pflanzgut.
Befallene Teile entfernen Bremst die Ausbreitung der Sporen. Sofort bei den ersten Flecken Befallenes Material in den Restmüll, nicht auf den Kompost.
Azoxystrobin (Fungisan Gemüse-Pilzfrei) Dringt ins Blatt ein und schützt vor allem noch gesunde Pflanzenteile vor neuen Infektionen. Nur gegen Kraut- und Braunfäule an Tomaten im Gewächshaus, früh bei Befallsgefahr Höchstens 2 Behandlungen pro Kultur, nicht über 27 °C oder in praller Sonne, Wartezeit 3 Tage. Für Freiland-Tomaten und Kartoffeln nicht zugelassen.
Hausmittel Werden oft empfohlen, sind aber keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen Krautfäule. Nicht empfohlen Setz auf trockene Blätter, Abstand und gesunde Sorten.

So breitet sich die Krautfäule aus

Tomatenzweig mit Kraut- und Braunfäule: braune Blattflecken mit hellgrünem Rand, weißer Pilzrasen an der Blattunterseite, dunkler Fleck am Stängel und fleckige grüne Früchte
Tomatenzweig mit Kraut- und Braunfäule: braune Blattflecken mit hellgrünem Rand, weißer Pilzrasen an der Blattunterseite, dunkler Fleck am Stängel und fleckige grüne Früchte

Erreger ist Phytophthora infestans, ein pilzähnlicher Organismus. Er braucht Wasser auf dem Blatt – das erklärt, warum ein Regendach so viel bewirkt.

  • Überwinterung: Der Erreger überwintert vor allem in Kartoffelknollen, die im Boden, im Kompost oder auf dem Abfallhaufen liegen geblieben sind. Auch befallenes Pflanzgut ist eine wichtige Quelle.
  • Verbreitung: Die Sporen werden mit dem Wind, mit Spritzwasser und durch Insekten verbreitet – von Kartoffeln auf Tomaten und andere Nachtschattengewächse.
  • Infektion: Sie gelingt nur, wenn mehrere Stunden Wasser auf dem Blatt steht oder die Luftfeuchtigkeit über 90 % liegt. Zwei bis drei Tage später werden die ersten Flecken sichtbar.
  • Zeitpunkt: An Kartoffeln tritt die Krankheit etwa ab Mitte Juni auf, an Tomaten meist ab Ende Juni, wenn es regnerisch ist und um 20 °C hat.
  • Früchte und Knollen: Sporen von befallenen Blättern infizieren die Früchte darunter. Bei Kartoffeln wächst der Erreger über die Stängel in die Knollen, die dann im Lager schnell faulen.

Daraus folgt: Trockene Blätter und Abstand zu Kartoffeln sind die wirksamste Vorbeugung.

In 5 Schritten gegen Krautfäule

  1. Schritt 1: Gesund starten

    Wähle widerstandsfähige Tomatensorten und bei Kartoffeln gesundes, möglichst zertifiziertes Pflanzgut. Plane Tomaten und Kartoffeln weit voneinander entfernt.

  2. Schritt 2: Blätter trocken halten

    Stell Tomaten unter ein Regendach oder ins Gewächshaus, gieß nur am Boden und lass genug Abstand zwischen den Pflanzen.

  3. Schritt 3: Ausgeizen und untere Blätter entfernen

    Entferne regelmäßig die Seitentriebe und rechtzeitig die unteren Blätter, damit die Pflanze luftig bleibt.

  4. Schritt 4: Nach Regen kontrollieren

    Prüf die Blätter nach Regentagen genau. Entferne befallene Blätter sofort; im Gewächshaus kannst du früh bei Befallsgefahr ein zugelassenes Mittel einsetzen.

  5. Schritt 5: Sauber abräumen

    Entsorge befallene Pflanzen und Knollen über den Restmüll, ernte Kartoffeln gründlich und reinige Stäbe und Spiralen nach der Saison.

Merksätze

  • Ohne nasse Blätter keine Krautfäule – ein Regendach wirkt meist sehr gut.
  • Die Sporen kommen oft von Kartoffeln: Abstand halten.
  • Fungizide schützen nur gesunde Pflanzenteile, befallene werden nicht wieder gesund.
  • Befallenes Material gehört in den Restmüll, nicht auf den Kompost.
  • Widerstandsfähige Sorten senken das Risiko deutlich.

Häufige Fragen zur Krautfäule

Woran erkenne ich Krautfäule an Tomaten?

Auf den Blättern entstehen unscharfe, bräunliche Flecken mit blassgrünem Saum, die später schwarzbraun werden. Bei feuchtem Wetter siehst du auf der Blattunterseite am Rand der Flecken einen zarten weißen Pilzrasen. Am Stängel zeigen sich große braunschwarze Flecken, die Früchte werden gescheckt, hart und runzelig und reifen nicht mehr richtig aus.

Was hilft gegen Kraut- und Braunfäule?

Vorbeugung ist entscheidend: Regendach, Abstand zu Kartoffeln, Gießen nur am Boden, Ausgeizen und das Entfernen der unteren Blätter. Befallene Blätter entfernst du sofort. Im Gewächshaus kannst du früh bei Befallsgefahr ein zugelassenes Mittel wie Fungisan Gemüse-Pilzfrei einsetzen; für Freiland-Tomaten führen wir kein zugelassenes Mittel.

Wann tritt Krautfäule auf?

An Kartoffeln etwa ab Mitte Juni, an Tomaten meist ab Ende Juni – besonders bei regnerischem Wetter um 20 °C. Für eine Infektion muss mehrere Stunden Wasser auf dem Blatt stehen oder die Luftfeuchtigkeit über 90 % liegen. In trockenen Sommern und unter einem Regendach bleibt der Befall oft aus oder kommt später.

Darf ich befallene Tomatenpflanzen kompostieren?

Besser nicht. Entferne befallene Pflanzen und besonders Kartoffelknollen aus dem Garten und gib sie in den Restmüll. Der Erreger überwintert vor allem in Kartoffelknollen, die im Boden oder im Kompost liegen bleiben.

Hilft Backpulver oder Neemöl gegen Krautfäule?

Beides ist kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen Krautfäule. Am wirksamsten sind trockene Blätter, Abstand zu Kartoffeln und widerstandsfähige Sorten. Wenn du ein Mittel einsetzt, muss es für deine Kultur und den Anbauort zugelassen sein.

Welche Tomatensorten sind widerstandsfähig?

Es gibt Sorten, die deutlich seltener befallen werden, zum Beispiel ‚Vitella‘, ‚Philona‘ oder ‚Philovita‘. Ganz immun ist keine Sorte – kombiniere die Sortenwahl deshalb mit Regendach, Abstand und richtigem Gießen.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

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