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♥ Silberkraft Kollektion

Maiskäfer

Fallen, Sprays, Vernebler und Nützlinge gegen Maiskäfer in Mais, Reis, Getreide und Futter – dazu, wie du den Befall findest und Vorräte schützt. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

7 Produkte
Kauf-Ratgeber Maiskäfer

Maiskäfer im Vorrat: Was jetzt hilft

Der Maiskäfer ist der größte der drei Getreide-Rüsselkäfer und dem Reiskäfer zum Verwechseln ähnlich. Er liebt Wärme und Mais, befällt aber auch Reis, Hirse und Weizen – seine Larven wachsen unsichtbar im Inneren der Körner. Alles über Getreidekäfer im Vergleich findest du im Kornkäfer-Ratgeber.

Zum Kornkäfer-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Käfer mit Rüssel und roten Flecken in Mais, Popcornmais, Reis oder Getreide

Quelle entsorgen, Rest einfrieren

Befallene Packungen gut verschlossen über den Restmüll entsorgen. Was du behalten willst, mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren. Danach den Schrank aussaugen und auswischen. Eine Klebefalle zeigt dir in den folgenden Wochen, ob noch Käfer unterwegs sind.

Käfer in Vogel-, Hühner- oder Kleintierfutter mit Mais

Futter austauschen, dicht lagern

Befallenes Futter nicht mehr verfüttern: Durch die Käfer wird es feucht und kann verschimmeln. Kaufe Futter in kleineren Mengen, lagere es kühl und trocken in dicht schließenden Behältern und stelle eine Klebefalle zur Kontrolle daneben.

Käfer in leeren Regalen, Ritzen und Fugen

Kontaktspray auf die Verstecke

Nach dem Ausräumen und Aussaugen ein Insektenspray gezielt in Ritzen, Fugen und auf leere Regalflächen sprühen. Lebensmittel vorher wegräumen, nie auf Vorräte, Getreide oder Futter sprühen und danach gründlich lüften. Die Larven im Inneren der Körner erreicht ein Spray nicht.

Befall in Speisekammer, Futter- oder Vorratsraum (ab 15 °C)

Lagererzwespen gegen die Larven im Korn

Lagererzwespen sind winzige Nützlinge, die Larven und Puppen des Maiskäfers im Korn aufspüren und parasitieren. Sie erreichen liegen gebliebene Körner in Ritzen und Ecken – am besten nach dem Ausräumen oder bei frühem, leichtem Befall. Ein Röhrchen reicht für etwa 10 m², nach vier Wochen folgt eine zweite Freilassung.

Leer geräumter Vorrats- oder Kellerraum nach starkem Befall

Raumvernebler nur im leeren Raum

Ein Vernebler erreicht frei laufende und fliegende Käfer in einem leer geräumten, geschlossenen Raum. Vorher alle Lebens- und Futtermittel entfernen, die Raumgröße laut Etikett beachten, Rauchmelder abdecken und danach gründlich lüften. In Getreidelagern und Betrieben einen Schädlingsbekämpfer beauftragen.

Methoden gegen Maiskäfer im Vergleich

Entsorgen, Einfrieren und kühles, dichtes Lagern beseitigen die Ursache. Sprays und Vernebler treffen nur die Käfer – die Larven sitzen geschützt im Korn.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Entsorgen und Reinigen Befallene Vorräte samt der Larven darin verlassen das Haus, Körnerreste in Ritzen werden ausgesaugt. Bei jedem Befall – die Grundlage jeder Bekämpfung Auch Vogel- und Tierfutter prüfen. Den Staubsaugerbeutel sofort entsorgen.
Einfrieren oder Erhitzen Kälte oder Hitze tötet alle Stadien in Vorräten, die du behalten möchtest. Verdächtige Vorräte ohne sichtbaren Befall Mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren oder 90–120 Minuten bei 60–80 °C im Backofen erhitzen.
Klebefalle mit Lockstoff Laufende Käfer bleiben auf der Klebefläche haften. Befall erkennen und den Erfolg der Maßnahmen kontrollieren Ein Kontrollmittel, keine Lösung. Die Universal-Falle hat keinen artspezifischen Lockstoff und wirkt nur im Nahbereich – lieber mehrere aufstellen.
Kontaktspray Trifft Käfer, die mit behandelten Verstecken und Laufwegen in Berührung kommen. Leere Regale, Ritzen und Fugen – nach der Reinigung Wirkt nur gegen die Käfer, nicht gegen die Larven im Korn. Nie auf Lebensmittel, Getreide oder Futter sprühen.
Lagererzwespen (Nützlinge) Winzige Erzwespen spüren Larven und Puppen im Korn auf und parasitieren sie. Liegen gebliebene Körner in Ritzen, früher und leichter Befall in Speisekammer und Vorratsraum Erst ab 15 °C aktiv. Kein Ersatz fürs Entsorgen stark befallener Vorräte; nicht zusammen mit Insektiziden einsetzen.
Raumvernebler Der Wirkstoffnebel erreicht frei laufende und fliegende Insekten im geschlossenen Raum. Starker Befall in leer geräumten Vorrats- oder Kellerräumen Raum vorher vollständig räumen, Raumgröße laut Etikett beachten, Rauchmelder abdecken, danach gründlich lüften.
Kühl, trocken und dicht lagern Der Maiskäfer braucht Wärme: Kühle stoppt seine Vermehrung, dichte Behälter verhindern einen neuen Befall. Dauerhafte Vorbeugung Unter etwa 18 °C legen die Weibchen kaum noch Eier. In ungeheizten Räumen überlebt der Maiskäfer den Winter nicht – bei 8 °C sterben die Käfer innerhalb von rund zwei Wochen.

Unsichtbar im Korn: So entwickelt sich der Maiskäfer

Entwicklung eines Getreide-Rüsselkäfers am Beispiel des Kornkäfers: aufgeschnittene Weizenkörner mit Ei, milchweißer Larve und Puppe im Inneren, daneben ein Käfer an einem Korn mit rundem Ausbohrloch
Entwicklung eines Getreide-Rüsselkäfers am Beispiel des Kornkäfers: aufgeschnittene Weizenkörner mit Ei, milchweißer Larve und Puppe im Inneren, daneben ein Käfer an einem Korn mit rundem Ausbohrloch

Maiskäfer entwickeln sich wie Korn- und Reiskäfer im Inneren der Körner. Ein Befall fällt deshalb meist erst auf, wenn die fertigen Käfer herumlaufen – bei Mais oft mit mehreren Schlupflöchern pro Korn.

  • Ei: Das Weibchen nagt ein winziges Loch in ein ganzes Korn, legt ein Ei hinein und verschließt das Loch wieder – von außen ist nichts zu sehen. In große Maiskörner legt der Maiskäfer auch mehrere Eier.
  • Larve: Fußlos, gekrümmt und milchweiß mit bräunlichem Kopf. Sie frisst das Korn von innen hohl und verpuppt sich auch darin. Ohne feste Körner – etwa in Mehl – kann sie sich kaum entwickeln.
  • Entwicklungsdauer: Am schnellsten geht es bei 30–32 °C. Unter etwa 18 °C legen die Weibchen kaum noch Eier, unter 16 °C stoppt die Entwicklung der Larven.
  • Käfer: 3,5–5 mm lang (mit Rüssel), braun mit vier deutlichen roten Flecken. Er frisst sich aus dem Korn heraus, fliegt ab etwa 23 °C und lebt bei Wärme ein halbes bis ein Jahr.

Daraus folgt: Wärme ist der Motor des Befalls. Befallene Vorräte entsorgen oder einfrieren und neue Vorräte kühl und dicht lagern – dann hat der Maiskäfer keine Chance.

Maiskäfer, Reiskäfer oder Kornkäfer?

Maiskäfer und Reiskäfer sind oft nur unter dem Mikroskop sicher zu unterscheiden. Der Kornkäfer hat keine Flecken und kann nicht fliegen. Fürs Vorgehen spielt die genaue Art keine Rolle.

Maiskäfer (Sitophilus zeamais) von oben
Maiskäfer (Sitophilus zeamais) von oben

Maiskäfer

Sitophilus zeamais

Größe
3,5–5 mm
Erkennungs­merkmal
Mit Rüssel; braun mit vier deutlich begrenzten roten Flecken; Halsschild mit runden Punkten ohne glatte Mittellinie; fliegt bei Wärme
Vorkommen
Bevorzugt Mais, auch Reis, Hirse und Weizen – bei uns nur in beheizten Räumen

Was tun? Befallene Vorräte entsorgen, den Rest einfrieren, Vorräte kühl lagern. In ungeheizten Räumen kann er sich nicht halten.

Steckbrief im Lexikon →
Reiskäfer (Sitophilus oryzae) von oben
Reiskäfer (Sitophilus oryzae) von oben

Reiskäfer

Sitophilus oryzae

Größe
2,3–3,5 mm
Erkennungs­merkmal
Mit Rüssel; mattbraun mit vier rötlichen, teils undeutlichen Flecken; Halsschild mit länglichen Punkten und glatter Mittellinie; fliegt gut
Vorkommen
Reis, Weizen, Mais, Hirse und andere ganze Körner – bei uns nur in beheizten Räumen

Was tun? Vorgehen wie beim Maiskäfer. Mehr im Reiskäfer-Ratgeber.

Steckbrief im Lexikon →
Kornkäfer (Sitophilus granarius) von oben
Kornkäfer (Sitophilus granarius) von oben

Kornkäfer

Sitophilus granarius

Größe
2,5–5 mm
Erkennungs­merkmal
Mit Rüssel; einfarbig dunkelbraun bis schwarz glänzend, ohne Flecken; kann nicht fliegen
Vorkommen
Ganze Getreidekörner, Reis, Mais, Vogel- und Tierfutter – übersteht auch ungeheizte Räume

Was tun? Vorgehen wie beim Maiskäfer. Alle Details im Kornkäfer-Ratgeber.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Maiskäfer loswerden

  1. Schritt 1: Quelle finden

    Alle Vorräte mit ganzen Körnern kontrollieren: Mais und Popcornmais, Reis, Hirse, Getreide sowie Vogel- und Tierfutter.

  2. Schritt 2: Entsorgen oder einfrieren

    Befallene Packungen gut verschlossen über den Restmüll entsorgen. Was du behalten willst, mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren.

  3. Schritt 3: Gründlich reinigen

    Schränke ausräumen, Ritzen, Fugen und Ecken aussaugen und den Staubsaugerbeutel sofort entsorgen.

  4. Schritt 4: Gezielt nachbehandeln

    Bei Bedarf ein Kontaktspray in leere Ritzen und Regale sprühen oder ab 15 °C Lagererzwespen einsetzen – beides nicht kombinieren. Jedes Mittel nach Etikett anwenden.

  5. Schritt 5: Kühl lagern und kontrollieren

    Neue Vorräte in dicht schließenden Gläsern oder Dosen kühl und trocken lagern und eine Klebefalle zur Kontrolle aufstellen.

Merksätze

  • Maiskäfer stecken im Korn – Käfer nur absammeln reicht nicht.
  • Ohne Wärme keine Vermehrung: kühl gelagerte Vorräte sind kaum gefährdet.
  • Maiskäfer und Reiskäfer bekämpfst du auf dieselbe Weise.
  • Sprays gehören in leere Ritzen und Regale, nie auf Vorräte oder Futter.

Häufige Fragen zu Maiskäfern

Woran erkenne ich Maiskäfer?

Maiskäfer sind 3,5–5 mm große Rüsselkäfer: braun mit vier deutlich begrenzten roten Flecken auf den Flügeldecken. In Maiskörnern findest du oft mehrere runde Schlupflöcher pro Korn, dazu Fraßmehl und Käfer im Vorrat.

Was ist der Unterschied zwischen Maiskäfer und Reiskäfer?

Der Maiskäfer ist meist etwas größer, seine roten Flecken sind deutlicher begrenzt, und die Punkte auf dem Halsschild sind rund statt länglich. Sicher unterscheiden lassen sich die beiden oft nur unter dem Mikroskop. Das Vorgehen ist bei beiden gleich.

Können Maiskäfer fliegen?

Ja, aber nur bei Wärme – ab etwa 23 °C. Der sehr ähnliche Kornkäfer kann dagegen nicht fliegen.

Überleben Maiskäfer in kalten Räumen?

Nein. In ungeheizten Räumen kann der Maiskäfer nicht überwintern: Bei 8 °C sterben die Käfer innerhalb von rund zwei Wochen, bei −15 °C schon nach einem Tag. Zum sicheren Abtöten in Vorräten trotzdem mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren.

Sind Maiskäfer gefährlich?

Maiskäfer beißen und stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Bei starkem Befall können Käfer und Rückstände Allergien an Augen und Atemwegen auslösen, und befallene Vorräte können verschimmeln – sie gehören in den Restmüll.

Maiskäfer im Getreidelager oder Silo – was tun?

In Lagern und Silos geht es um große Mengen und um Lebensmittelsicherheit. Hier sollte ein Schädlingsbekämpfer prüfen und behandeln – Begasungen dürfen nur Fachleute mit behördlicher Genehmigung durchführen. Unsere Mittel sind für Haushalt, Speisekammer und kleine Vorratsräume gedacht.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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