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♥ Silberkraft Kollektion

Blattwespe bekämpfen & loswerden

Kahl gefressene Rosen, Stachel- oder Johannisbeeren gehen oft auf Blattwespen zurück, deren Larven nur wie Raupen aussehen – hier findest du ein Mittel, das gegen Blattwespen an Zierpflanzen zugelassen ist. Wie du die Larven erkennst und was bei Beeren hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

3 Produkte
Kauf-Ratgeber Blattwespe

Blattwespen: Larven, die nur wie Raupen aussehen

Wenn Rosen, Stachelbeeren oder Johannisbeeren in wenigen Tagen kahl gefressen sind, stecken oft Blattwespen dahinter. Ihre Larven sehen aus wie Raupen, sind aber keine – deshalb wirken Raupenmittel mit Bacillus thuringiensis bei ihnen nicht. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und was je nach Pflanze hilft.

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Raupe oder Blattwespenlarve?

Bauchfüße zählen

Zähl die stummelartigen Bauchfüße hinter den drei Paar Brustbeinen: Blattwespenlarven haben mindestens sechs Paar, Schmetterlingsraupen höchstens fünf. Viele Blattwespenlarven krümmen bei Störung den Hinterleib nach oben. Ist es eine Schmetterlingsraupe, hilft dir die Kollektion Raupen weiter.

Rosenblätter längs eingerollt

Rosenblattrollwespe: Blätter abzupfen

Im Mai stechen die Weibchen der Rosenblattrollwespe die Blattränder an, die Blätter rollen sich danach röhrenförmig ein. In den Rollen wachsen die Larven heran, wo Spritzmittel sie kaum erreichen. Zupf eingerollte Blätter früh ab und entsorge sie über den Hausmüll.

Rosen im Garten: Blätter vom Rand her gefressen

Absammeln, bei starkem Befall Spritzmittel

Sammle die Larven ab oder schüttle sie auf ein untergelegtes Tuch. Bei starkem Befall ist ein Mittel mit Pyrethrinen und Rapsöl gegen Blattwespen an Zierpflanzen im Freiland zugelassen. Es wirkt nur, wenn du die Larven direkt triffst.

Stachel- oder Johannisbeeren kahl gefressen

Ab April kontrollieren und absammeln

Die Larven der Stachelbeerblattwespe beginnen im Inneren des Strauchs, oft an den unteren Blättern, und fressen in wenigen Tagen ganze Triebe kahl. Kontrolliere ab Ende April regelmäßig das Strauchinnere, sammle junge Larven ab oder schüttle sie auf ein Tuch. Für Beerenobst führen wir derzeit kein Mittel, das gegen Blattwespen zugelassen ist.

Kirsche oder Birne: Blätter wie durchsichtige Fenster

Kirschblattwespe: meist ohne Bekämpfung

Schwarze, schleimige Larven, die an kleine Nacktschnecken erinnern, schaben die Blattoberseite ab – zurück bleiben durchscheinende Flecken. Ältere Bäume verkraften das in der Regel. An kleinen Bäumen kannst du die Larven absammeln oder mit einem Wasserstrahl abspülen.

Alle Methoden im Vergleich

Blattwespenlarven fressen schnell, sind aber gut zu sehen. Regelmäßige Kontrolle und Absammeln reichen meist aus. Ein Spritzmittel kommt nur dort in Frage, wo es für die Pflanze zugelassen ist.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Larve bestimmen Blattwespenlarven haben mindestens sechs Paar Bauchfüße, Schmetterlingsraupen höchstens fünf. Immer zuerst Davon hängt ab, welches Mittel überhaupt wirken kann.
Absammeln oder abschütteln Die Larven werden von Hand entfernt oder auf ein untergelegtes Tuch geschüttelt. Bei jedem Befall, am besten früh Alle paar Tage wiederholen, denn viele Arten bilden mehrere Generationen im Jahr.
Eingerollte Blätter entfernen Die Larven der Rosenblattrollwespe sitzen in den Blattrollen. Im Mai und Juni an Rosen Früh abzupfen, solange die Larven noch klein sind, und über den Hausmüll entsorgen.
Boden unter Sträuchern lockern Die Larven überwintern im Boden in einem Kokon. Im Herbst unter befallenen Sträuchern Flach lockern, um die Wurzeln nicht zu verletzen. Ergänzt die Kontrolle im Frühjahr, ersetzt sie aber nicht.
Pyrethrine mit Rapsöl (Spruzit Schädlingsfrei) Kontaktwirkung auf die getroffenen Larven. Laut Zulassung gegen Blattwespen an Zierpflanzen im Freiland (Konzentrat) bzw. im Gewächshaus, Wintergarten und auf Balkonen sowie an Kräutern und Kohl Nicht für Beerenobst oder Kirschen zugelassen. Wirkt nur bei direktem Kontakt und auch auf andere Insekten – nur befallene Pflanzen behandeln.
Bacillus thuringiensis Wirkt nur gegen Schmetterlingsraupen. Gegen Blattwespen nicht geeignet Blattwespenlarven werden davon nicht erfasst.
Vögel und Gegenspieler fördern Vögel, Schlupfwespen und Raubwanzen fressen bzw. parasitieren die Larven. Ganzjährig Senkt den Befall, ersetzt die Kontrolle aber nicht.

Entwicklung: So leben Blattwespen

Entwicklung der Stachelbeerblattwespe: gelb-schwarze Blattwespe ohne Wespentaille auf einem Blatt, Eier entlang der Blattadern, grüne Larven mit schwarzen Punkten an angefressenen Stachelbeerblättern und Kokon im Boden
Entwicklung der Stachelbeerblattwespe: gelb-schwarze Blattwespe ohne Wespentaille auf einem Blatt, Eier entlang der Blattadern, grüne Larven mit schwarzen Punkten an angefressenen Stachelbeerblättern und Kokon im Boden

Blattwespen sind Pflanzenwespen. Es gibt viele Arten, die meist auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind – an Stachelbeeren, Rosen, Kirschen oder Birken. Mehr im Lexikon-Steckbrief Stachelbeerblattwespe.

  • Wespe ohne Wespentaille: Die erwachsenen Blattwespen haben keine schmale Taille und keinen Giftstachel – sie stechen nicht. Mit einem sägeartigen Legebohrer bringen die Weibchen ihre Eier ins Blattgewebe.
  • Eier im Blatt: Die Eier liegen je nach Art einzeln oder in Reihen, bei der Stachelbeerblattwespe oft entlang der Blattadern an der Blattunterseite.
  • Larven: Die Larven sehen Raupen ähnlich, haben aber mindestens sechs Paar Bauchfüße. Je nach Art sind sie grün mit schwarzen Punkten, gelblich oder schwarz und schleimig.
  • Mehrere Generationen: Viele Arten bilden zwei bis drei Generationen im Jahr. Die Stachelbeerblattwespe beginnt oft schon im April oder Mai, die Kirschblattwespe zeigt sich meist ab dem Sommer.
  • Überwinterung im Boden: Die ausgewachsenen Larven lassen sich zu Boden fallen und überwintern dort in einem Kokon. Im Frühjahr schlüpfen die neuen Wespen.

Daraus folgt: Wer im Frühjahr früh und regelmäßig kontrolliert, erwischt die Larven, solange sie klein und wenige sind.

In 5 Schritten gegen Blattwespen

  1. Schritt 1: Larve bestimmen

    Zähl die Bauchfüße: ab sechs Paar ist es eine Blattwespenlarve. Raupenmittel mit Bacillus thuringiensis helfen dann nicht.

  2. Schritt 2: Ab April kontrollieren

    Schau bei Stachel- und Johannisbeeren ins Strauchinnere und bei Rosen auf Blattränder und eingerollte Blätter.

  3. Schritt 3: Absammeln und Blätter entfernen

    Larven absammeln oder auf ein Tuch schütteln, eingerollte Rosenblätter abzupfen und alles über den Hausmüll entsorgen.

  4. Schritt 4: Nur bei Bedarf ein zugelassenes Mittel

    Bei starkem Befall an Zierpflanzen ein Mittel einsetzen, das dort gegen Blattwespen zugelassen ist, und die Larven direkt treffen.

  5. Schritt 5: Im Herbst den Boden lockern

    Lockere den Boden unter befallenen Sträuchern flach, um überwinternde Larven zu stören, und kontrolliere im Frühjahr erneut.

Merksätze

  • Mindestens sechs Paar Bauchfüße: Blattwespenlarve, keine Raupe.
  • Bacillus thuringiensis wirkt nicht gegen Blattwespen.
  • Früh im Jahr kontrollieren – die Larven fressen schnell.
  • Blattwespen stechen nicht.

Häufige Fragen zu Blattwespen

Woran erkenne ich Blattwespenlarven?

Blattwespenlarven sehen aus wie kleine Raupen und sind meist grün, oft mit dunklen Punkten. Der Unterschied: Sie haben mindestens sechs Paar Bauchfüße, Schmetterlingsraupen höchstens fünf. Bei Störung krümmen viele Arten den Hinterleib nach oben. Die Larven der Kirschblattwespe sind dagegen schwarz, schleimig und erinnern an kleine Nacktschnecken.

Was hilft gegen Blattwespen an Stachelbeeren?

Kontrolliere ab Ende April regelmäßig die Blätter im Inneren des Strauchs, denn dort beginnt der Fraß meist. Junge Larven sammelst du ab oder schüttelst sie auf ein Tuch und entsorgst sie. Für Beerenobst führen wir derzeit kein Pflanzenschutzmittel, das gegen Blattwespen zugelassen ist. Haushalts-Insektensprays sind dafür nicht geeignet.

Warum rollen sich meine Rosenblätter ein?

Längs eingerollte Rosenblätter im Mai sind typisch für die Rosenblattrollwespe. Die Weibchen stechen die Blattränder an, die Blätter rollen sich ein, und in der Rolle wächst die Larve heran. Zupf die eingerollten Blätter früh ab – Spritzmittel erreichen die Larven in der Rolle kaum.

Wirken Raupenmittel auch gegen Blattwespen?

Mittel mit Bacillus thuringiensis wirken nur gegen Schmetterlingsraupen, Blattwespenlarven werden davon nicht erfasst. Ein Mittel mit Pyrethrinen und Rapsöl ist gegen Blattwespen an Zierpflanzen zugelassen. Achte im Etikett darauf, dass Blattwespen und deine Pflanze ausdrücklich genannt sind.

Stechen Blattwespen?

Nein. Blattwespen haben keinen Giftstachel. Die Weibchen besitzen einen sägeartigen Legebohrer, mit dem sie ihre Eier ins Blattgewebe legen. Für Menschen sind sie deshalb nicht gefährlich.

Wann sind Blattwespen aktiv?

Je nach Art fressen die Larven vom Frühjahr bis in den Spätsommer, viele Arten bilden mehrere Generationen im Jahr. Die Stachelbeerblattwespe beginnt oft schon im April oder Mai, die Kirschblattwespe zeigt sich meist ab dem Sommer. Die Larven überwintern im Boden in einem Kokon.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

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